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Kinderzeitung

Wie verteilen wir die Wurst?

Das Ensemble Materialtheater aus Deutschland zeigt „Wuff“ (ab sechs).
Das Ensemble Materialtheater aus Deutschland zeigt „Wuff“ (ab sechs).(c) Luigi Consalvo
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Ein internationales Kindertheaterfestival macht Lust auf Drama: Spleen Graz zeigt 16 Stücke aus sieben Ländern für Kinder ab zwei.

Zwei Vagabundinnen sitzen auf einer Parkbank, die Sonne scheint, und eine Salami haben sie auch in der Tasche. Die Welt ist also in Ordnung. Doch plötzlich kommt ein kleiner Hund, der mit dem Schwanz wedelt und Hunger hat. Die Salami ist schon knapp für zwei – sollen sie ihn wieder wegschicken? Aber was, wenn er nichts zu essen findet oder erfriert?

Und plötzlich sitzt da nicht nur ein Hund, sondern eine ganze Hundebande. Was nun? In „Wuff – Wer rettet die Welt“ behandelt das Ensemble Materialtheater aus Deutschland essenzielle Fragen. „Wie teilen wir unsere Wurst mit anderen? Wie wollen wir miteinander leben? Das ist eine Frage, um die es in allen Festivalbeiträgen geht“, sagt Hanni Westphal, eine der Organisatorinnen von Spleen Graz.

Etwa auch in „Oorlog / Krieg“, einem Stück aus den Niederlanden (7. 2.): Jetse Batelaan präsentiert mit seinem Theater Artemis eine absurde Slapstick-Show über die Unbegreiflichkeit des Krieges. Der mit dem silbernen Löwen ausgezeichnete Regisseur findet für das Thema auch keine Worte. Er lässt seine Schauspieler sagen: „Es tut uns leid, wir möchten etwas Vernünftiges sagen. Aber ein Krieg ist auch für uns zu groß. Wir machen hier nur Theater“ (ab sieben). Einen ganz anderen Zugang zum Thema hat das Figurentheater Laibach: In „Somewhere else“ (ab sieben) wird die traurige, aber auch poetische Geschichte eines kleinen Mädchens mitten im Krieg erzählt (7. & 8. 2).

„I will be everything“ handelt von der Zukunft: In 50 Jahren . . . „wird das erste Kind, das je auf dem Mars geboren wurde, zehn Jahre alt sein“; . . . „sehe ich Roboter Schnee schaufeln“. Sieben Theater aus sieben europäischen Ländern haben in den vergangenen drei Jahren Geschichten über die Welt von morgen von rund 3000 Kindern gesammelt und entwickelten daraus ein Theaterstück (7. & 8. 2., ab sieben).
„Deep“ ist eine Performance für die ganze Familie. Der Niederländer Daan Mathot stellt die Schwerkraft auf den Kopf. Wo ist oben, wo ist unten?

(8. & 9. 2.). Um die Liebe geht es in der Performance des Schweizer Tanztheaters Sgaramusch: „Liebe üben“ lässt im Kopf Erwartungen, Rollenbilder und Ideen der Liebe rotieren (ab elf, 10. bis 12. 2.).