Noch ist Elisabeth Arnbergers Küchenwörterbuch nicht erschienen. Sie sucht noch nach einem passenden Verlag dafür.
Essen und Trinken

Was unsere Begriffe aus der Küche wirklich bedeuten

Der Name der Kartoffel war ein Missverständnis und Spätzle haben mit Genitalien zu tun. Elisabeth Arnberger erforschte für ein Küchenwörterbuch die Herkunft kulinarischer Begriffe.

G'füllte Nauscherln und bochane Trutscherln. Es war so etwas wie die Standardantwort der Großelterngeneration, wenn die Kinder neugierig fragten, was es zu essen geben würde. Allein, was diese Fantasiemehlspeise sein sollte, das wurde nie aufgelöst. Geschweige denn, was sich hinter den Begriffen verbirgt. Vermutlich, weil die Großeltern es selbst nicht wussten.

Es sind nicht nur derartige Scherzbegriffe, die ganz selbstverständlich verwendet werden oder wurden, die aber kaum jemand erklären kann. Auch hinter ganz alltäglichen Wörtern verbergen sich Geschichten, auf die man erst einmal kommen muss. Das gilt natürlich auch für alles rund um Küche und Essen. Oder wissen Sie, warum der Gugelhupf Gugelhupf heißt? Elisabeth Arnberger hat eine Erklärung: „Gugl war ein dreieckiges Kopftuch, das Frauen kapuzenartig gebunden haben.“ Gupf wiederum steht im süddeutschen Raum für Gipfel oder Spitze – ein sich nach oben verjüngender Haufen. Aus der Verbindung der beiden wurde schließlich die Kuchenspezialität mit dem Loch in der Mitte.