Leitartikel

Die USA stehen vor einem Geriatrieduell der Extreme

Nach dem Impeachment-Flop steigen Donald Trumps Chancen auf eine Wiederwahl. Herausfordern könnte ihn am Ende ein 78-jähriger Sozialist: Bernie Sanders.

Es kommt, wie es kommen musste. Das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump wird mit einem Freispruch enden, vermutlich schon am Mittwoch. Die Republikaner im Senat machen ihrem Präsidenten die Mauer. Nur zwei von ihnen sind aus der Reihe getanzt: Susan Collins und Mitt Romney. Doch mit den Stimmen der beiden erklärten Trump-Gegner schafften die US-Demokraten nicht einmal jene einfache Mehrheit im Senat, die für Zeugenvorladungen nötig gewesen wäre. Um Trump aus dem Amt zu jagen, hätte es einer Zweidrittelmehrheit bedurft; sie war nie auch nur in Griffnähe.

Das Impeachment-Theater war zum Scheitern verurteilt. In der Anklage trat zwar zutage, dass Trump sein Amt missbraucht hat, um sich innenpolitische Vorteile zu verschaffen. Aber der Fall war nicht stark genug, um die Republikaner zu spalten. Ihnen ist es am Ende einerlei, ob ihr Präsident das Staatsoberhaupt der Ukraine unter Druck gesetzt und Militärhilfe auf Eis gelegt hat, damit er an belastendes Material über seinen Konkurrenten Joe Biden herankommt.

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