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iPhone 4: Erste Tests loben Display und Akkuleistung

A salesclerk passes by a poster of Apples latest iPhone 4 at a Softbank store in the Harajuku distrs latest iPhone 4 at a Softbank store in the Harajuku distr
(c) AP (Shizuo Kambayashi)
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Zahlreiche Medien konnten bereits ein neues iPhone 4 in die Hand nehmen. Neben dem "Retina-Display" wird auch die Kamera und das Design gelobt. Auch Laufzeit und Geschwindigkeit wurden spürbar verbessert.

In den USA beginnt zwar erst heute der offizielle Verkauf des iPhone 4, etliche Medien durften das Gerät aber schon vorab in die Hand nehmen. Apples neues Smartphone fällt durch sein komplett neues Design auf und kommt mit einem Touchscreen, der die höchste Auflösung von allen bisher erhältlichen Handys besitzt. Apple behauptet, man könne bei einem Betrachtungsabstand von 25 Zentimetern keine einzelnen Pixel mehr erkennen. Weiters wurde der Akku deutlich vergrößert und derselbe A4-Prozessor integriert, der schon im iPad seinen Dienst verrichtet. Die neue Software iOS 4 bringt Multitasking, ist aber nicht exklusiv für das iPhone 4, sondern schon als Gratis-Update für iPhone 3GS, iPhone 3G und neuere Modelle des iPod Touch verfügbar.

>>> Zum Testbericht von iOS 4

Der Tester-Grundkonsens ist positiv, auch wenn alle bemerken, dass Leute, die bisher ein iPhone verweigert haben, es sich auch jetzt nicht zulegen werden. Ein großer Minuspunkt, den alle bisherigen Tester erwähnen, ist für Europa allerdings nicht relevant: Die miserable Netzqualität des exklusiven Anbieters AT&T. Durch die Bank wird entweder eine Verbesserung oder ein zweiter Betreiber gefordert.

NY Times: Exzellentes Display

Technik-Journalist David Pogue von der New York Times schreibt, dass aufgrund der großen Konkurrenz, insbesondere von Googles Android-Plattform, das iPhone 4 "ganz schön toll" sein müsste, um wettbewerbsfähig zu sein. Pogue darauf: "Das ist es." Ihm gefällt die neue Form des Geräts, die längere Akkulaufzeit und die verbesserte Sprachqualität. Auch könne man dank des neuen Prozessors einen deutlichen Geschwindigkeitsschub bemerken. Das neue "Retina-Display" bezeichnet er als "exzellent". Zusätzlich zu seinem Testbericht hat Pogue noch ein Satire-Video produziert, in dem er übertriebene Kritik am iPhone, aber auch an Android, durch den Kakao zieht.

Wall Street Journal: Stabile Oberfläche

Für Walt Mossberg, Technik-Urgestein des Wall Street Journal, hat Apple mit dem iPhone 4 seine Spitzenposition in der Smartphone-Klasse verteidigt. Es sei attraktiv und fühle sich gut an, schreibt Mossberg in seinem Testbericht. Das Gerät hätte auch Stürze auf harten Untergrund problemlos überlebt und weise keine Kratzer auf. Das neue Display würde Text fast so gut wie auf Papier anzeigen. Lob erntet auch der Akku. Er hätte trotz sehr intensiver Nutzung länger durchgehalten als der des iPhone 3GS. Eine Verbesserung sei auch die neue Kamera mit fünf Megapixel, auch wenn sie nicht die beste Handy-Kamera sei, die Mossberg je getestet hätte.

USA Today: "Killer-Applikation" FaceTime

In seinem Test für USA Today schreibt Edward C Baig, dass Apple mit dem iPhone 4 alles richtig machen würde. Für ihn ist die "Killer-Applikation" die Video-Telefonie-Anwendung FaceTime. Baigs Meinung nach hätte bisher niemand Videotelefonie so gut hinbekommen wie Apple. Der Nachteil ist aber, dass die Anwendung derzeit nur zwischen zwei iPhone 4-Geräten und da auch nur mit WLAN funktioniert. Auch Baig lobt die neue Kamera und die Möglichkeit, HD-Videos aufzunehmen.

BoingBoing: Viel schneller als das iPhone 3GS

BoingBoing lobt in seinem Testbericht einmal mehr das Display. Es würde Farben originalgetreuer anzeigen als das des iPhone 3GS und sei ein "riesiger Sprung nach vorne". Die neue Glas-Oberfläche sei deutlich stabiler als die der Vorgänger-Geräte. Auch die Akkuleistung sei deutlich verbessert, heißt es in dem Testbericht. Auf die Frage, ob es schnell ist, lautet BoingBoings Antwort: "Ziemlich." Das iPhone 4 würde viel flotter reagieren als das iPhone 3GS oder noch ältere Versionen. In Sachen Kamera wird erneut die verbesserte Qualität gelobt, insbesondere die sehr kurze Auslöseverzögerung.

Engadget: Hervorragendes Design

In seinem Testbericht für Engadget lobt Redakteur Joshua Topolsky das neue Design, welches das bisher aktuelle iPhone 3GS billig und dick aussehen lasse. Im Testbericht ist ein Vergleichsbild von einem App-Icon auf dem iPhone 3GS und dem iPhone 4 zu sehen. Der Unterschied ist offensichtlich. Mit seinen 960 mal 640 Bildpunkten ist das Retina-Display in der Bildqualität seinen Vorgängern klar überlegen. Auch im Vergleich zu Googles Android-Handy Nexus One, das  eine Auflösung von 800 mal 480 Pixel bietet, würde man einen Unterschied zugunsten des iPhone 4 erkennen können. Die Bilder aus der neuen Kamera bezeichnet Topolsky als "brauchbar", ein Wort, das mit bisherigen iPhone-Kameras nicht unbedingt in Verbindung gebracht wurde. Beeindruckend sei auch die HD-Videoqualität. Von der Videotelefonie-Anwendung FaceTime zeigt sich Topolsky beeindruckt. Allerdings müsse man eine sehr gute WLAN-Verbindung haben, um FaceTime wirklich genießen zu können.

Golem: Gute Geräuschunterdrückung

Golem hat bereits die deutsche Version des iPhone 4 testen drüfen. Das Display wird dabei als "Alleinstellungsmerkmal" bezeichnet. Apples Behauptung, dass man keine Pixel mehr mit freiem Auge erkennen könne, wird in dem Bericht unterstrichen. Kritisiert wird, dass es kein Modell mit mehr als 64 Gigabyte Speicher gebe. Im Golem-Test wurde der Akku intensiv getestet. Nach acht Stunden waren 80 Prozent der Ladung verbraucht, was dem Niveau von anderen Smartphones entsprechen würde. Der Videochat FaceTime wird als "nette Funktion" bezeichnet, mangels Verbreitung sei sie aber kaum nutzbar. Die neue Kamera macht laut Golem "durchaus ansehnliche" Fotos. Gelobt wurde die Geräuschunterdrückung. Trotz Umgebungslärm konnte ein Redakteur am anderen Ende der Leitung den iPhone-4-Nutzer gut verstehen. Gelobt wird wie überall das Display, auch wenn andere Modelle mit OLED-Technik (Apple nutzt IPS) kräftigere Farben bieten.

Österreich muss warten

Alles in Allem wird wohl auch das iPhone 4 ein durchschlagender Erfolg für Apple. Österreichische iPhone-Fans müssen sich aber noch gedulden. Laut Apple kommen sie gemeinsam mit 17 anderen Ländern mit dem zweiten Schwung an Geräten dran. Ein genauer Start steht aber nicht fest. Fünf Länder, inklusive Deutschland, sind bereits heute dran. Die Menschen stehen bereits Schlange vor den Geschäften. Die österreichischen Mobilfunker T-Mobile und Orange werden das iPhone 4 hierzulande anbieten. Der Provider "3" hat zwar Interesse für das Gerät bekundet, konnte aber bisher nichts in die Richtung vorweisen. In Großbritannen bietet "3" das iPhone 4 aber an. Orange und T-Mobile haben noch keine Preise und Tarife genannt, haben auf ihren Websites aber bereits eine Ankündigung für das Gerät online. Laut T-Mobile hätten die Anmeldungen für mehr Informationen bereits alle bisherigen iPhone-Rekorde gesprengt.

(db)