US-Präsidentschaftswahlkampf

Ergebnisse der Demokraten verzögern sich bei Vorwahlen in Iowa

Elizabeth Warren will nächste Präsidentschaftskandidatin der Demokraten werden.
Elizabeth Warren will nächste Präsidentschaftskandidatin der Demokraten werden. (c) REUTERS (RICK WILKING)
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Kandidat Biden kritisiert „erhebliche Mängel“ in dem System zur Auszählung der Stimmen. Ergebnisse werden im Laufe des Tages erwartet.

Die Verzögerung von Ergebnissen der ersten Vorwahl der Demokraten im US-Präsidentschaftsrennen im Bundesstaat Iowa sorgt für Ärger bei den Kandidaten. Das Wahlkampfteam von Ex-Vizepräsident Joe Biden kritisierte in einem von US-Medien veröffentlichten Schreiben an die Partei "erhebliche Mängel" in dem System zur Auszählung der Stimmen.

Mehr als vier Stunden nach Beginn der Vorwahl lagen am späten Montagabend (Ortszeit) keinerlei Ergebnisse vor. Die Demokratische Partei in Iowa begründete die Verzögerung mit Qualitätskontrollen. Bei einigen Ergebnissen gebe es Ungereimtheiten. Es handele sich nicht um einen Hackerangriff.

Der Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Brad Parscale, spottete über die Demokraten. Sie könnten nicht einmal eine Vorwahl ausführen, wollten aber die Regierung übernehmen, schrieb er auf Twitter. Präsidentensohn Eric Trump schrieb auf Twitter, deshalb wollten die Menschen nicht, dass die Demokraten die USA regierten.

Mehrere demokratische Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten traten am Montagabend vor ihren Anhängern in Iowas Hauptstadt Des Moines auf, ohne das Ergebnis der Vorwahl zu kennen. Sie konzentrierten sich dabei auf Angriffe gegen Trump.

Biden: Vier Jahre Trump verändern Charakter der USA

Der frühere Vizepräsident Joe Biden warnte, vier weitere Jahre Trump würden den Charakter der USA grundlegend ändern. Senator Bernie Sanders sagte: "Heute markiert den Anfang des Endes von Donald Trump, dem gefährlichsten Präsidenten in der modernen amerikanischen Geschichte." Senatorin Elizabeth Warren sagte: "Als Partei sind wir heute einen Schritt näher daran, den korruptesten Präsidenten in der amerikanischen Geschichte zu besiegen."

Bei Parteiversammlungen stimmten Demokraten und Republikaner in Iowa am Montagabend darüber ab, wen sie für den besten Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei halten. Das Prozedere bei diesen "Caucus"-Treffen ist kompliziert und unterscheidet sich deutlich von Abstimmungen per Wahlzettel. Die Vorwahlen in Iowa sind die ersten in den USA im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Parteien. Präsident Trump gewann erwartungsgemäß mit überwältigender Mehrheit die erste Vorwahl der Republikaner.

Bei den Demokraten sahen Umfragen Bernie Sanders vorn, gefolgt von Joe Biden, dem erst 38-jährigen Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg und Elizabeth Warren. Mit größerem Abstand folgten die Senatorin Amy Klobuchar, der Unternehmer Andrew Yang und der Milliardär Tom Steyer. Allerdings waren bis zuletzt viele demokratische Wähler unentschlossen, wem sie ihre Stimme geben sollten. Das ließ auch die Umfragen unsicher erscheinen. Ein Meinungsforscher sah etwa Buttigieg knapp vorn.

(APA/dpa/AFP)

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