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Neuvorstellung

Seat Leon: Ein Smartphone, mit dem man auch fahren kann

Ansprechender Mix aus Kanten und Rundungen: Seat Leon.
Ansprechender Mix aus Kanten und Rundungen: Seat Leon.(c) Werk
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Seat hat sein Erfolgsmodell Leon gründlich überarbeitet und für die Smartphone-Generation bereit gemacht. Die Spanier betonen vor allem die Konnektivität der vierten Generation. Fahren kann man mit dem Leon auch.

Seat war lange Jahre das Sorgenkind des VW-Konzerns. Die spanische Automarke dümpelte mehr schlecht als recht dahin. Doch seit drei Jahren geht es aufwärts – und wie! 2019 stiegen die weltweiten Neuzulassungen um 10,9 Prozent (im Vergleich zu 2018) auf 574.100 Fahrzeuge. Damit hat Seat seinen Rekord aus dem Jahr 2018 deutlich übertroffen und das dritte Jahr in Folge mit zweistelligem Wachstum abgeschlossen.

Natürlich waren es auch bei den Spaniern die beliebten SUVs – Arona, Ateca, Tarraco –, die das Wachstum antrieben. Die Bestseller aber sind ein Kleinwagen – der Seat Ibiza – und, ganz oben auf der Liste, der Seat Leon. Die ersten drei Generationen des Kompaktwagens verkauften sich insgesamt mehr als zwei Millionen Mal.

Jetzt haben die Spanier die vierte Generation präsentiert, bei der man angesichts der jungen Käuferschicht vor allem auf eines setzt: die Konnektivität. Er sei „umfassend digital vernetzt“, priesen die Ingenieure bei der Präsentation. In der Praxis bringt das ein sogenanntes Full-Link-System für Android Auto und Apple CarPlay, ein Online-Infotainment-System, das um etliche Apps erweitert werden kann, und eine App fürs Handy, mittels der man auf die Daten des Fahrzeugs zugreifen kann.

Äußerlich haben ihm die Designer mehr Charakter gegeben mit einem ansprechenden Mix aus Kanten und Rundungen. Nett sind die Lichtspielereien, die in einem durchgehenden Lichtband am Heck gipfeln – etwas, was man im VW-Konzern sonst nur Audi und Porsche zugesteht.

Die vierte Generation des Leon ist, wie heutzutage üblich, größer geworden. Der Fünftürer misst nun 4368 Millimeter, um 86 Millimeter mehr. Positiv wirkt sich das auf den Radstand und damit den Innenraum aus, der um fünf Zentimeter zugelegt hat (auf 2686 mm). Der Sportstourer, gemeinhin Kombi genannt, ist noch stärker gewachsen – um neun Zentimeter auf 4642 Millimeter.

Motorisch hat man eine breite Palette zur Auswahl. Neben einem Benziner (90 bis 190 PS) und einem Diesel (115 bis 150 PS) gibt es den Leon auch als Mildhybrid-Version (1,0-Liter-Benzinmotor mit 110 und 150 PS) bzw. als Plug-in-Hybrid. Der 13 kWh-Akku unterstützt den Benzinmotor (Systemleistung: 204 PS), rein elektrisch sollen 60 Kilometer möglich sein. Besonders interessant, umweltfreundlich und verbrauchsarm ist der Leon als Erdgasfahrzeug. Mit CNG schafft man 440 Kilometer, danach wird auf Benzinbetrieb umgeschaltet.

Der neue Seat Leon ist in Österreich ab April verfügbar, Preise gibt es noch keine. (rie)

Compliance-Hinweis: Die Reisen zu Produktpräsentationen wurden von den Herstellern unterstützt. Testfahrzeuge wurden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2020)