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TV-Notiz

"ZiB 2" zu Thüringen: Was hat Deutschland, was Österreich nicht hat?

Es war eines der wenigen Interviews, in denen Armin Wolf seinen Gesprächspartner kein einziges Mal unterbrach. Und nur eine einzige Frage stellte.
Es war eines der wenigen Interviews, in denen Armin Wolf seinen Gesprächspartner kein einziges Mal unterbrach. Und nur eine einzige Frage stellte.(c) Screenshot ORF
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Warum gibt es in Österreich keinen Bann auf eine politische Zusammenarbeit mit der FPÖ? "Stern"-Kolumnist Jörges sieht den Grund in mangelndem Verantwortungsgefühl für die Nazi-Zeit.

Dass am gestrigen Dienstag ein FDP-Mann mit den Stimmen der AfD gewählt wurde, ist in Deutschland ein Tabubruch. Das Manöver, offenbar geplant, brach einen Grundkonsens, es erschüttert das politische Berlin aus vielen Gründen. Über die Frage, wie Deutschland und Österreich mit (weit) rechten Parteien umgehen, über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen AfD und FPÖ kann man sicher trefflich diskutieren, mit einem einzelnen Satz lässt sich ein Vergleich wohl nicht auf den Punkt bringen.

Und doch hatte in der gestrigen "ZiB 2" ein deutscher Journalist eine recht simple Formel für eine recht komplexe Frage parat. "Bitte erklären Sie den Zuschauern in einem Land, in dem die FPÖ bis vor wenigen Monaten in der Regierung gesessen ist, warum in Deutschland derartige Aufregung herrscht, wenn ihre Schwesterpartei AfD einen Ministerpräsidenten mitwählt - von Koalition redet ja überhaupt niemand." So fragte Armin Wolf am Mittwochabend "Stern"-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges.