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Penthäuser

Glitzer, Grün und Blau statt urbanem Grau

Penthouse mit Blick auf den Central Park in New York.
Penthouse mit Blick auf den Central Park in New York.Andrew Frasz/SIR
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Für Meer-, See- und Grünblicke gibt es ganz oben Extrapunkte.

Manchmal liegt der wahre Luxus außerhalb der eigenen vier Wände: So schön edles Design, große Luster, federweiche Matratzen und weiträumig begehbare Kleiderschränke auch seien mögen – wenn vor den Fenstern nur das Grau der Stadt wartet, will sich das wahrlich erhabene Wohngefühl nicht unbedingt einstellen. Mit ein Grund, warum Penthäuser buchstäblich ganz oben auf der Beliebtheitsliste der High End-Immobilien stehen: Hier schaut man in den allermeisten Fällen über die hässlichen Seiten des urbanen Wohnens hinweg und ist meist vor neugierigen Blicken geschützt.

 

• Central Park zu Füßen

Was seinen Preis hat, denn für die obersten Stockwerke darf das Budget im Vergleich zu den darunter liegenden Einheiten durchaus noch einmal um 20 Prozent erhöht werden. Extrapunkte gibt es dann, wenn nicht nur nichts Unschönes den Blick trübt, sondern zusätzlich eine ganz besondere Schönheit vor den Fenstern zu finden ist. Vier Beispiele vom Central Park bis zum Wörthersee.
Die Mutter aller Penthouse-Aussichten ist bekanntlich der Central Park in New York City, und zwar von der Fifth Avenue aus. Wer willens ist, dafür ein wenig mehr zu zahlen – umgerechnet rund 35 Millionen Euro – kann das sehr prachtvoll tun.

Aktuell steht nämlich das Penthouse auf dem 1927 von Rosario Candela erbauten Gebäude an der Hausnummer 990 zum Verkauf, das außer der edlen Adresse vis á vis des Museum of Metropolitan Art auch sonst einiges an Luxus zu bieten hat. Das beginnt bereits bei der schieren Größe: Über drei Etagen, den 12., 13. und 14. Stock, um genau zu sein, erstreckt es sich auf 600 Quadratmeter Wohnfläche. In den insgesamt 14 Räumen – darunter fünf Schlafzimmer, vier Bäder, eine Bibliothek und diverse Personalräume – finden sich nach der aufwändigen Restaurierung Details wie handgeschnitzte Türrahmen und Vertäfelungen, Stuckverzierungen und nicht weniger als fünf Kamine.

Der echte Luxus liegt aber vor den Balkontüren: Von den mehr als 100 Quadratmeter großen Terrassenflächen hat man endlose Ausblicke über den Central Park und genügend Platz, diese auch mit Gästen im komfortablen Dachterrassen-Ambiente zu genießen. Vermittelt wird das Penthouse über Sotheby's International Realty.

 

• Seepanorama in Velden

In Österreich gehört der Blick auf den Wörthersee neben jenem auf den Stephansdom zu den wertvollsten Aussichten im Immobiliengeschäft. Zumal dann, wenn dieser nicht nur die Veldener Bucht, sondern das Schloss Velden mit einschließt. In dessen Haupttrakt steht aktuell das Penthouse „The Electric View“ zum Verkauf, dessen 300 Quadratmeter Wohnfläche sich auf einer Ebene befinden, die über einen gläsernen Lift mit der 200 Quadratmeter großen Dachterrasse verbunden ist. Und künftigen Bewohnern jede Menge Spielraum für persönliche Design-Entscheidungen lässt. Derzeit handelt es sich nämlich noch um einen Edel-Rohbau, dessen Grundriss und Ausstattung entsprechend adaptiert werden können. Geplant sind fünf Zimmer und vier Bäder, ein großzügiger Whirlpool sowie eine Sauna auf der Dachterrasse.

Bereits vorhanden sind 60 Quadratmeter zusätzlicher Loggien direkt auf der Wohnebene, bodentiefe Glasfronten, die für ungestörte Ausblicke sorgen, sowie zwei Tiefgaragenplätze und ein Parkplatz im Freien. Zu den Besonderheiten der 2006 erbauten Residenzen im Schloss Velden gehört darüber hinaus ein Service-Paket, das von den Bewohnern in Anspruch genommen, beziehungsweise zugebucht werden kann. Die Möglichkeiten reichen von der Nutzung des servicierten Beachclubs mit direktem Seezugang über Sicherheitsdienste bis zum Residenz-Management, außerdem können die Einrichtungen des angeschlossenen Fünf-Sterne-Hotels inklusive Medical Spa mit präventiver und ästhetischer Medizin genutzt werden. Vermittelt wird das Penthouse über Living de Luxe Real Estate, aufgerufen sind dafür zwölf Millionen Euro.

 

• Meerblick in Cannes

Ebenfalls Extrapunkte gibt es bekanntlich für Meerblicke – nicht nur, aber auch aus Penthäusern. Besonders üppig fallen diese in einem Penthouse aus, das derzeit in Cannes vermarktet wird und ebenfalls an einer der prestigeträchtigsten Adressen zu finden ist: „Boulevard de la Croisette“ können sich die künftigen Bewohner des gut 150 Quadratmeter großen Penthouses auf ihre Visitenkarten drucken lassen. Gemütlich machen kann man es sich neben dem großzügigen, offenen Wohnbereich in drei Schlafzimmern und zwei Bädern, mit großen Fensterflächen, unter weißen Hochglanz-Decken und mit einer ebensolchen Designerküche. Die wahren Werte dieser Wohnung liegen aber außerhalb der vier Wände: Dazu gehört zum einen der Blick auf den Festival-Palast, der während der Festspiele für viel Prominenz vor der Tür sorgen dürfte.

Hinzu kommt der große Meerblick, der auch passend in Szene gesetzt wird: Der üppige Dachgarten bildet mit seinem großen Holzdeck samt Pool, einer Außenküche und einem Lounge-Bereich hierfür den passenden Rahmen. Vermittelt wird das Penthouse über Christies's International Real Estate, aufgerufen sind dafür 8,5 Millionen Euro.

 

• Grünblick in Zürich

Aber manchmal geht es weniger um die großen Aus-, als vielmehr um die fehlenden Einblicke. Für die bei einem Penthouse in Zürich jede Menge Pflanzen sorgen, die die vollständig umlaufende Terrasse zu einem uneinsehbaren, unverbaubaren Grünblick mitten in der Stadt machen. 380 Quadratmeter ist dieser Außenbereich groß, weshalb sich hier neben Sonnensegeln und einem Holzboden noch ein Putting-Green, ein Whirlpool und eine Feuerstelle ausgehen. Das Innere der Wohnung ist dagegen verhältnismäßig klein, wenn auch mit 325 Quadratmetern keineswegs beengt.

Neben dem Wohnbereich gibt es drei Schlafzimmer, zwei Bäder und einen Hauswirtschaftsraum sowie gleich zwei Fahrstühlen. Vermittelt wird die Wohnung im Nordwesten des Stadt über Engel & Völkers Zürich, der Preis – der auch zwei Stellplätze in der Tiefgarage beinhaltet – wird nur auf Anfrage verraten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.02.2020)