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TV-Notiz

Peter Klien: Wie böse darf man sein?

Ein Fan als Ehrengast.
Ein Fan als Ehrengast.(c) Screenshot ORF
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Donnerstagabend kam, ein wenig peinlich, der Lieblingsfan des Satirikers in die Sendung - ansonsten ging es bitterböse zu. Staatliche Esoterik am Prüfstand: keine schlechte Idee.

Auch wenn Peter Kliens Late-Night-Show "Gute Nacht Österreich" bisher noch der große Erfolg fehlt: Treue Fans hat er. Eine Bewunderin besuchte sogar eine Veranstaltung der DAÖ (Die Allianz für Österreich), weil sie hoffte, den Satiriker dort in seiner Paraderolle als "Reporter ohne Grenzen" zu sehen. Das Video mit ihrer herzigen Begründung ("Ich liebe ihn!") fiel in den sozialen Netzwerken auf, und so wurde sie am Donnerstag als Ehrengast auf der Bühne begrüßt. Sehr nett, an sich. Aber auch ein wenig peinlich, das Ausschlachten von Verehrung macht ja keinen schlanken Fuß.

Das Nette hat Klien ohnehin nicht zum Markenzeichen seiner Sendung gemacht, ganz im Gegenteil: Hier wird der bitterböse Witz gefeiert. Wenn der Satiriker gegen Rechts und Links, Esoteriker und Umweltschützer, Politiker und Medien austeilt, ist das nichts für zarte Gemüter. Und die Zahl an (Klags-)Drohungen wäre durchaus interessant. Werner Kogler könne "von Kamelen lernen, längere Zeit nichts zu trinken", meinte er gestern etwa. Von Faultieren könne man lernen, "dass man sogar ein erfülltes und sorgloses Leben haben kann, wenn man ausschaut wir Jörg Leichtfried". Und "von männlichen Küken kann Sebastian Kurz lernen, wie richtig geschreddert wird".