Monströse Auswirkungen auf die Ökologie. Ein Bild aus dem Burgenland.

Mythos „Land“: eine österreichische Lebenslüge

Für die meisten stellt das Ländliche noch immer den Normalfall dar, ursprünglich, echt, rein. Tatsächlich haben wir es in unseren gefühlt ländlichen Räumen längst mit etwas ganz anderem zu tun: mit Suburbanität. Das „Land“, das gibt’s nicht mehr. Eine Berichtigung.

Endlose Sommer. Flirrende Weizenfelder in der Ebene, von Hummeln brummende Futterwiesen im Hügelland. Kirchtürme markieren die Distanzen bei Radtouren, Alleen von Kirschbäumen werfen rhythmische Schatten. Für die einen: das Land als Reminiszenz der Ferien, für die anderen – ein entferntes Zuhause. Der Milchgeruch im Vorhaus, das auffrisierte Moped, die Diskokugel an der Decke der Gaststube. Stapfen im Schnee, nicht nur zur Christmette. Endlose Winter – auch die gibt es auf dem Land.