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Stehzeit für Arnautović

Euro 2020 Qualifier - Group G - Austria v North Macedonia
Marko Arnautović hat Spekulationen um eine Rückkehr nach Europa durch seinen Manager und Bruder als „Blödsinn“ zurückgewiesen.REUTERS
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Das Coronavirus besorgt auch Chinas Fußball.

Yannick Carrasco war einer der Letzten, die den Absprung aus der chinesischen Fußball-Liga vollzogen haben. Am letzten Tag der Transferzeit wechselte der Belgier, 26, nach zwei Jahren bei Dalian Pro auf Leihbasis zurück zu Atlético Madrid. Damit kehrte Carrasco nicht nur der Ausnahmesituation in China durch die Epidemie des Coronavirus den Rücken, sondern auch einer ungewissen sportlichen Zukunft. Denn den für Mitte Februar geplanten Meisterschaftsauftakt hat der Verband bereits abgesagt, eine Verschiebung um bis zu drei Monate steht im Raum.

Marko Arnautović hat Spekulationen um eine Rückkehr nach Europa (Ex-Klub West Ham soll Interesse gezeigt haben) durch seinen Manager und Bruder als „Blödsinn“ zurückgewiesen. Der ÖFB-Teamspieler ist somit einer jener europäischen Profis, die vor dem EM-Auftakt am 12. Juni um Spielpraxis bangen müssen. Während Arnautović mit Österreich und Stephan El Shaarawy (Shanghai Shenhua) mit Italien die Qualifikation für die Endrunde bereits geschafft haben, treten Marek Hamšík (Dalian Pro) mit der Slowakei und Eran Zahavi (Guanzhou R&F) mit Israel bereits Ende März im Nations-League-Play-off an. Ob die China-Legionäre bis dahin ein Pflichtspiel bestreiten werden, ist ungewiss.

Für Arnautović ist als nächster Termin vorläufig das Champions-League-Heimspiel gegen Yokohama am 7. April angesetzt. Eigentlich hätte Shanghai SIPG nach einer Neuorganisation durch den Asien-Verband nächste Woche in Sydney antreten sollen, doch das Team erhielt wie Stadtrivale Shenhua keine Einreiseerlaubnis für Australien. Derzeit ist das CL-Finale für Ende November angesetzt. Doch schon in der Saison 2002/03 wurde ein Halbfinale wegen des SARS-Ausbruchs in China um vier Monate verschoben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.02.2020)