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Löhne

Pflege: Die Light-Variante des Ausstandes

Dass Pfleger in den Ausstand treten, ist eine rezente Erscheinung.
Dass Pfleger in den Ausstand treten, ist eine rezente Erscheinung.(c) APA/HELMUT FOHRINGER
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Streiks gehören nun auch in der Pflege zum gewerkschaftlichen Repertoire. Über ein Druckmittel, das mit Vorsicht genützt wird – und seine Folgen im Land der Sozialpartner.

Wien. Die Sozialwirtschaft, die Branche der Pfleger und Betreuer, zählt mehr als 120.000 Beschäftigte. Sie arbeiten als Tagesmütter, Behindertenbetreuer und Sozialarbeiter. Vor allem aber als Pfleger. Am Montag wurde wieder über den Kollektivvertrag verhandelt. Die Gewerkschaft ging mit einer klaren Ansage in die Verhandlung: Arbeitszeitverkürzung – oder Streik. Die Gewerkschaft hat nur eine Forderung aufgestellt: Die Wochenarbeitszeit soll von 38 auf 35 Stunden reduziert werden. Nur 30 Prozent der Beschäftigten arbeiten Vollzeit. Für sie soll die Arbeitszeitverkürzung gelten. Für die Teilzeitbeschäftigten käme das einer Lohnerhöhung um 8,6 Prozent gleich. Die Arbeitgeber lehnten das zuletzt ab und boten eine Entgelterhöhung von 2,35 Prozent. Die Verhandlungen dauerten bis Montagnacht an. Das Ergebnis: Warnstreiks, die ersten bereits am Dienstag.