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Venenscanner als Badeticket: Unzulässig, soll aber bleiben

Weiden am See
Weiden am See(c) Michaela Bruckberger
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In Zukunft sollen Besucher die Wahl haben.

Weiden am See. Der Handvenenscanner im Seebad in Weiden am See (Burgenland), der im Vorjahr als Zutrittssystem für Saisonkartenbesitzer eingeführt wurde, war unzulässig. Nach einem Bescheid der Datenschutzbehörde mussten die Daten nun gelöscht werden, bestätigte der Weidener Bürgermeister, Wilhelm Schwartz (ÖVP), am Mittwoch Medienberichte.

Die Behörde habe unter anderem kritisiert, dass Saisonkartenbesitzer keine Alternative hatten und sich im Handvenenscanner registrieren lassen mussten. Schwartz will nun mit einem Rechtsanwalt die Anmerkungen der Behörde einarbeiten und bis April ein neues Zutrittssystem erarbeiten. Dann sollen die Besucher des Bades die Wahl haben: „Wer den Handvenenscanner nicht verwenden will, der bekommt wieder eine Karte. Wir wollen keinen zwingen“, sagte Schwartz. Er stehe weiterhin zu dem Zutrittssystem. Man könne damit sowohl beim Personal als auch bei den Karten Kosten sparen. So habe man im Vorjahr bei gleichbleibenden Einnahmen etwa 21.000 Plastikkarten weniger ausgegeben.

Der Scanner wurde eingeführt, weil alle rund 2500 Bewohner des Ortes gratis Saisonkarten erhalten, was in der Vergangenheit allerdings immer öfter auch von auswärtigen Personen ausgenutzt wurde. Dem wollte der Bürgermeister mit dem neuen Zutrittssystem ein Ende bereiten. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.02.2020)