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Studie: Immokauf schürt Ängste

Mieten oder kaufen? Immobilienerwerb wird oft als problematisch eingeschätzt.
Mieten oder kaufen? Immobilienerwerb wird oft als problematisch eingeschätzt.pixabay
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Probleme bei Immobileinkäufen sind oft geringer als von Mietern befürchtet.

Laut aktueller Studie der Interhyp AG mit 2600 Immobilieneigentümern und Mietern überschätzen Mieter Probleme bei einem (potentiellen) Immobilienkauf: 83 Prozent der Mieter befürchteten eine hohe finanzielle Belastung durch einen Kredit – bei den tatsächlichen Käufern war die hohe Darlehensbelastung bei 32 Prozent ein Thema. Und während 68 Prozent der Mieter die Finanzierung als kompliziert einschätzten oder Angst vor Fehlern hatten, bestätigen nur zwölf Prozent der Eigentümer diese Erfahrung. Die Befürchtungen betrafen sowohl finanzielle Aspekte als auch Themen wie den Kauf selbst oder die Marktlage.

Preisvereinbarungen halten zum Großteil

Dass die große Nachfrage die Suche erschweren und zu Kompromissen bei der Entscheidung führen kann, erlebten 24 Prozent der Eigentümer. Von den Mietern fürchteten 84 Prozent, bei einem Kauf mit dieser Komplikation konfrontiert zu werden. Mirjam Mohr von der Interhyp AG: „Vielen Mietern ist nicht bewusst, dass sich die aktuell niedrigen Kreditzinsen von oft unter einem Prozent sehr günstig auf die Gesamtbelastung auswirken." Dennoch sei es natürlich wichtig, die Finanzierung wohlüberlegt zu gestalten und, etwa im Gespräch mit einem Baufinanzierungsexperten, die finanziellen Möglichkeiten genau einzuschätzen.

Wie aus der Studie außerdem hervorgeht, werden unkalkulierbare Zusatz- und Nebenkosten mit 79 Prozent häufiger angenommen, als sie auf Käufer tatsächlich zugekommen sind (30 Prozent). Zudem sorgen sich 71 Prozent, dass ein vereinbarter Preis nicht eingehalten wird – was in der Realität in 15 Prozent der Fälle eingetreten ist.

www.interhyp.at