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Interview

US-Handelsminister Ross: „Die Europäer agieren etwas seltsam“

US-Handelsminister Wilbur Ross
US-Handelsminister Wilbur RossClemens Fabry / Die Presse
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US-Handelsminister Wilbur Ross geißelt im „Presse"-Interview das Pipeline-Projekt Nord Stream 2, wirft der EU Protektionismus vor, bezeichnet Huawei als „gefährliches Sicherheitsrisiko“ und unterbreitet europäischen Autokonzernen ein Lockangebot.

„Die Presse": Führten Sie fruchtbringende Gespräche in Wien?

Wilbur Ross:
Bis jetzt schon.

Sie haben hier unter anderem über die Digitalsteuer gesprochen, mit der Österreich Gewinne von grenzüberschreitenden Unternehmen wie Google oder Facebook besteuert.

Wir haben das Gefühl, dass das eine sehr protektionistische und diskriminierende Maßnahme ist. Wir können die Versuchung nachvollziehen. Auch wir denken, dass etwas unternommen werden muss, allerdings auf globaler Basis und gerecht. Aber wir mögen nicht, wenn ein System so designt wird, dass es ausschließlich amerikanische Firmen trifft. Das lehnen wir ab.

Wie würden die USA reagieren, wenn Länder wie Frankreich oder Österreich die Digitalsteuer weiter vorantreiben?