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Smart: Neuer, elektrischer Lebensabschnitt

Keine Verbrenner mehr beim Smart EQ.

Ursprünglich, vor mehr als 20 Jahren, war der Smart als Elektroauto gedacht. Es erwies sich als schwierig genug, ein Auto dieser Kürze auf die Straße rollen zu lassen, das Elektrische ließ man bleiben. Nun sorgt der Stromanschluss für eine Lebensverlängerung der Baureihe. Das Trio der Modellvarianten Fortwo, Fortwo Cabrio und Forfour ist mittlerweile Produkt einer Technik-Kooperation zwischen Smart-Mutter Mercedes und Renault (Twingo).

Das Kürzel EQ manifestiert die im Vorjahr angekündigte Voll-Elektrifizierung. Optisches Signal ist ein kleines Facelift mit Designdetails am Exterieur, hauptsächlich (falscher) Kühlergrill und LED-Heckleuchten. Nebst erweiterten Ablagefächern sind neue Dekore eingezogen, Zündschlüssel und Handbremshebel sind verblieben. Technisch nachgelegt wurde beim Digitalen, bei Bedienungskonzept und Vernetzung, unter anderem mit Smartphone-Integration und erweiterten App-Funktionen. Damit lassen sich Ladestationen finden, Parkplätze reservieren oder innerhalb einer definierten Gruppe Carsharing betreiben. An Antrieb (max. 60 kW Leistung) und Fahrwerk hat das nichts geändert. Ebenso wenig an der Batterie (17,6 kWh) und somit an der Reichweite, die laut WLTP rund 135 Kilometer betragen soll. Gleiches gilt für die Ladetechnik. Mit einem 22-kW-Onboard-Lader – in Österreich Serie – dauert es bei dreiphasiger Lademöglichkeit rund 40 Minuten bis zu einer 80-prozentigen Batterie-Auffüllung. Die Vollelektrifizierung ist ein Schritt, um den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Flotte zu verbessern, das verlängert den Modellzyklus.

Die nächste Generation wird unter chinesischen Vorzeichen stehen: Mercedes hat sich zu diesem Zweck mit Geely zusammengetan. (trx)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.02.2020)