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Bilanz

Handelsbilanz: Deutliches Plus für Eurozone

Österreichs Handelsbilanz war jedoch wieder negativ.

Luxemburg/Wien. Die 19 Euroländer haben ersten Schätzungen zufolge 2019 im Vorjahresvergleich ein deutliches Plus im internationalen Handelssaldo verzeichnet. Waren es 2018 noch 194,6 Milliarden Euro, betrug der Handelsüberschuss heuer 225,7 Mrd. Euro, teilte Eurostat am Freitag mit.

Dabei sind sowohl die Exporte als auch die Importe gestiegen. Warenausfuhren aus der Eurozone im Wert von 2345,4 Mrd. Euro standen Einfuhren aus der restlichen Welt in Höhe von 2119,7 Mrd. Euro gegenüber. Der Handel innerhalb des Euroraums blieb hingegen mit einem Anstieg von 0,9 Prozent auf 1965,1 Mrd. Euro fast unverändert. Auch die Handelsbilanz aller 27 EU-Staaten ist leicht positiv.

 

Größter Überschuss mit USA

Die Handelsbilanz Österreichs war hingegen – wie schon 2018 – neuerlich negativ: Die Ausfuhren beliefen sich auf 159,9 Mrd. Euro (plus zwei Prozent), die Einfuhren auf 165,4 Mrd. (plus ein Prozent). Das ergab ein Minus von 5,5 Mrd. Euro, was gegenüber 2018 eine leichte Verbesserung bedeutet.

Den höchsten Exportüberschuss hat die EU erneut mit den USA erzielt, dieser ist auf 152,6 Milliarden Euro angewachsen – wohl nicht zur Freude von US-Präsident Donald Trump. Das höchste Handelsdefizit (163 Mrd. Euro) verzeichnet die EU abermals mit China. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.02.2020)