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Kuriose Diskussion

Wie fix ist der Abschied von Sturm-Sportdirektor Kreissl?

Günter Kreissl
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Klubpräsident Christian Jauk hat den Abgang von Günter Kreissl bestätigt. Der Sportdirektor dementierte allerdings eine Einigung.

Günter Kreissl dürfte sein Amt als Sportdirektor bei Sturm Graz zu Saisonende zurücklegen. Zumindest verriet das Klubpräsident Christian Jauk in der Sky-Sendung „Dein Verein“ am Montagabend, einen entsprechenden Videobeitrag veröffentliche der Pay-TV-Sender vorab online. „Ich kann das nur bestätigen“, sagte Jauk darin. „Ich möchte aber auch hinzufügen, wir werden jetzt nicht jede Woche in der Öffentlichkeit eine Diskussion führen, weil er bis Ende der Saison uns zur Verfügung steht. Das weiß ich beim Günter, darauf kann ich mich verlassen.“

Wenngleich Kreissl selbst seinen Abschied in Interviews bereits durchklingen hatte lassen, missfiel ihm das Vorpreschen an die Öffentlichkeit. „Es gibt klare Tendenzen, aber ich kann meinen Abgang nicht bestätigen“, sagte der 45-Jährige der „Kleinen Zeitung“. „Es ist nichts verschriftlicht und es gibt bisher keine gegenseitige Abstimmung. Ich halte das Verhalten des Präsidenten für unprofessionell.“

Als möglicher Kreissl-Nachfolger könnte Sturm-Chefscout Andreas Schicker ins Spiel kommen, erklärte der Sturm-Präsident. "Wir haben ja jetzt schon eine rechte Hand vom Günter, der diese Funktion übernehmen könnte. Andreas hat die Fähigkeiten, die 'Denke', und er ist einer der Jungen, denen man durchaus das Vertrauen schenken kann." Man werde diese Entscheidung aber "in aller Ruhe" treffen, kündigte Jauk an.

Der ehemalige Bundesliga-Tormann Kreissl war nach seinem Engagement bei Wiener Neustadt, wo er in der zweithöchsten Spielklasse in der Saison 2015/16 zusätzlich auch noch Trainer gewesen war, seit 1. Mai 2016 für Sturm Graz als Sportdirektor tätig. Der 45-Jährige hatte seinen Sturm-Abgang mit Ende der aktuellen Saison bereits in Interviews durchklingen lassen.

"Dass der Günter (...) für sich und seine Familie einmal eine Auszeit nach vier Jahren Sturm Graz und vier Jahren davor auch intensivem Fußball-Geschäft benötigt, das muss man ihm zugestehen. Das ist kraftraubend, und die Art und Weise, wie er es getan hat, insbesondere", betonte Jauk.

(APA)