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Bundesheer erwartet Rekord an Freiwilligen

Bundesheer erwartet Rekord Freiwilligen
Bundesheer erwartet Rekord an FreiwilligenRekrtuen bei der Angelobung in Wien (c) APA (Georg Hochmuth)
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Heuer haben sich fast 2000 Personen freiwillig für das Heer gemeldet, 2008 waren es insgesamt "nur" 2704. Für Verteidigungsminister Darabos ein Zeichen, "dass das Bundesheer bei den Jungen 'zieht'".

Das Bundesheer erwartet einen Rekord an Freiwilligen, wie aus den aktuellen Daten des Heeres hervorgeht. Schon im ersten Halbjahr gab es fast 2000 Meldungen, während man im ganzen Vorjahr 3723 Meldungen und 2008 sogar "nur" 2704 zählte. Ein Grund für den starken Ansturm könnte die angespannte Arbeitsmarktsituation und die damit zusammenhängende Unsicherheit seien. Fakt ist jedenfalls, dass sich bis dato 1978 Männer und Frauen freiwillig für das Bundesheer gemeldet haben, bis Ende des Jahres dürften es über 4000 werden.

Von den 1978 Freiwilligen für den Ausbildungsdienst waren im (nicht ganz) ersten halben Jahr 174 Frauen. Im ganzen Jahr 2009 meldeten sich 302 Frauen von insgesamt 3723 Freiwilligen, 2008 waren es 228 von 2704 und 2007 wollten 249 Frauen von insgesamt 2771 beim Heer dienen. Tatsächlich einberufen wurden 2009 rund 1660, davon 123 Frauen. Im heurigen Jahr wurden bisher 470 Männer und 12 Frauen für den Ausbildungsdienst einberufen. Inklusive der im September erwarteten 400 bis 500 einjährig Freiwilligen rechnet man beim Bundesheer damit, die Vorjahreszahlen "deutlich zu übertreffen".

Darabos: Bundesheer "zieht" bei den Jungen

SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos sieht "das große Interesse" als Zeichen dafür, "dass das Bundesheer bei den Jungen 'zieht' und ein attraktiver Arbeitgeber ist. Es genießt allen Unkenrufen zum Trotz hohes Ansehen in der Bevölkerung". Gerade angesichts einer schwierigen Arbeitsmarktsituation sei "es wichtig, jungen Menschen Perspektiven zu geben" und das tue das Bundesheer, so Darabos.

Insgesamt sucht das Militär heuer 2000 neue Soldaten. Konkret braucht man 1300 für den Ausbildungsdienst und weitere 700 bereits gediente für den Auslandseinsatz. Je größer das Pool an Freiwilligen ist, desto besser für das Militär, denn so hat man eine größere Auswahl. Personen, die eine Karriere im Ausbildungsdienst beginnen, können sowohl eine Laufbahn als Offizier oder Unteroffizier starten als auch in den sogenannten "Kaderpräsenzeinheiten" (KPE) dienen.

Während das Bundesheer für die Truppe Zeitsoldaten braucht und anwirbt, soll in der Verwaltung Personal eingespart werden. Ein Stufenplan sieht bis 2014 durch natürliche Abgänge einen Abbau von 1000 Planstellen vor. Angesicht des enormen Sparzwangs könnte es aber bis zu 3000 sein.

 

(APA)