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Sonderpädagogik: Weniger Förderschüler

Symbolbild.
Symbolbild.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Seit 2015 ist die Zahl der Sonderschüler leicht zurückgegangen. Nur in Salzburg gibt es ein Plus.

Wien. Die Zahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Im Schuljahr 2015/16 wurde 31.000 Schülern aufgrund von körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen ein solcher Förderbedarf zuerkannt, 2018/19 waren es nur noch 29.500, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ durch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

Vorgesehen ist der Status für Schüler, die wegen einer längerfristigen körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung dem Unterricht nicht ohne sonderpädagogische Förderung folgen können. Sie können dann durch spezielles Lehrmaterial oder entsprechende Lehrer gefördert oder in einem oder mehreren Fächern nach dem Lehrplan einer niedrigeren Schulstufe oder anderen Schulart unterrichtet werden.

Explizit nicht vorgesehen ist er für Schüler, die zu Beginn der Volksschule nicht altersentsprechend entwickelt sind, die Unterrichtssprache nicht beherrschen oder Lernprobleme (etwa Lern- oder Rechenschwäche, Verhaltensauffälligkeiten, Sprachstörungen) haben. Für diese sind der Besuch einer Vorschulklasse bzw. einer Deutschförderklasse oder andere Förder- und Unterstützungsmaßnahmen vorgesehen.

 

Unterschiede nach Bundesland

Vor allem in der Steiermark (von 3400 auf 2700) und in Tirol (von 2200 auf 1800) ging die Zahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf stark zurück. Ein geringeres Minus gab es in Kärnten (von 2200 auf 1900), Oberösterreich (von 5500 auf 5300) und in Vorarlberg (von 2100 auf 2000). In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland blieb die Zahl konstant. Als einziges Bundesland verzeichnete Salzburg ein Plus (von 2200 auf 2400 Schüler).

Nach Schulformen blieb die Zahl der Schüler mit Förderbedarf in der Vorschulstufe gleich und sank vor allem in den ersten vier Schulstufen. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.02.2020)