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Höchstgericht

Grabenwarter als VfGH-Präsident angelobt

GRABENWARTER / VAN DER BELLEN
GRABENWARTER / VAN DER BELLENAPA/BUNDESHEER/CARINA KARLOVITS
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Bundespräsident Van der Bellen würdigt den Verfassungsgerichtshof als „Werkzeug, um Polarisierung so gut wie möglich zu vermeiden."

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat Mittwochmittag Christoph Grabenwarter als neuen Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs angelobt. Bei der Zeremonie in der Hofburg würdigte das Staatsoberhaupt die Bedeutung des Höchstgerichts und drückte seine Überzeugung aus, dass der neue Präsident beste Voraussetzungen für das Amt vorweise.

Augen- und Ohrenzeugen der Zeremonie waren nicht nur die fast vollständig erschienen Verfassungsrichter, die früheren Vorsitzenden Ludwig Adamovich und Brigitte Bierlein sondern auch die Regierungsspitze mit Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sowie der für Verfassung zuständigen Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP).

VfGH als Hüter der modernen liberalen Demokratie

In seiner kurzen Ansprache betonte Van der Bellen, dass die österreichische Verfassungsgerichtsbarkeit zu Beginn nicht unumstritten, heute aber weltweit zum Vorbild für gleichartige Institutionen geworden sei. Der VfGH sei Hüter der modernen liberalen Demokratie, in den nicht einfach die Mehrheit Recht habe.

So unterstrich der Bundespräsident, dass der Gerichtshof sich bisher immer auch die Rechte von Minderheiten, Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft und sozial Benachteiligten angenommen habe: "Er ist damit ein Werkzeug, um Polarisierung so gut wie möglich zu vermeiden."

Indirekt nahm Van der Bellen auch zur jüngsten Justiz-Debatte Stellung, indem er betonte, dass Kritik an Entscheidungen und Urteilen zulässig sei - allerdings nur solange nicht die Institution als solche in Frage gestellt werde.

 

 

(APA)