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Eurofighter: Scheck an Kaufmann-Bruckberger dürfte Fälschung sein

Elisabeth Kaufmann-Bruckberger
Elisabeth Kaufmann-BruckbergerAPA/ROLAND SCHLAGER
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"Wir können bestätigen, dass dieser Scheck nicht echt ist", heißt es von der niederländischen ABN Amro Bank.

Bei dem angeblichen 1,5-Mio.-Euro-Scheck an die frühere FPÖ/BZÖ-Politikerin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, der in der Eurofighter-Causa zuletzt wieder für Aufregung gesorgt hat, dürfte es sich um eine Fälschung handeln. "Wir können bestätigen, dass dieser Scheck nicht echt ist", zitierte das Ö1-"Mittagsjournal" am Mittwoch eine Sprecherin der niederländischen ABN Amro Bank.

Hinweise auf die angebliche Zahlung waren Mitte 2019 im letzten Eurofighter-Untersuchungsausschusses aufgetaucht. Im Dezember berichtete der "Falter" dann von anonymen Hinweisen, dass das Geld von der EADS-Briefkastenfirma Vector Aerospace und deren Tochter Columbus gekommen und von Kaufmann-Bruckberger auf ein Schweizer Treuhandkonto weitergeleitet worden sei. Wer das Geld behoben haben soll, blieb im Dunkeln.

Nun scheint sich der Scheck aber als unecht herausstellen. Der ORF stellte der Bank ein Foto des Dokuments zur Verfügung, und dieses sei von Sicherheitssystem der Bank innerhalb weniger Sekunden als falsch erkannt worden, hieß es dort.

Kaufmann-Bruckberger betonte gegenüber dem "Mittagsjournal", sie habe von Anfang an gesagt, dass sie den Scheck nicht kenne. Sie habe keinen Scheck und auch kein Geld erhalten. Und auch die Behörden scheinen wenig Substrat in den Vorwürfen zu sehen. Wie das ORF-Radio aus einem Zwischenbericht des Bundeskriminalamts an die Staatsanwaltschaft zitierte, kann man dort die postulierten Zusammenhänge zwischen den 1,5 Mio. Euro von Vector bzw. Columbus und dem Scheck nicht nachvollziehen.

 

(APA)