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Servus TV: Neue Fernsehstudios im "Schwarzen Turm"

Ferdinand Wegscheider im neuen Newsroom von 'Servus TV.
Ferdinand Wegscheider im neuen Newsroom von 'Servus TV.APA/SERVUS TV
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Seit Anfang Februar sendet Servus TV nicht mehr aus dem Green Tower, sondern aus dem neuen Broadcast Center direkt neben der Red-Bull-Arena.

Der Privatsender Servus TV ist übersiedelt. Herzstück des neuen "Broadcast Center" für rund 250 Mitarbeiter in Wals-Siezenheim in Salzburg ist das neue Nachrichtenstudio - laut Designer Stuart Veech "das derzeit modernste Fernsehstudio in Mitteleuropa". Seit Anfang Februar sendet Servus TV nicht mehr aus dem sogenannten Green Tower, wo der Sender zuvor eingemietet war, sondern aus dem neuen Broadcast Center direkt neben der Red-Bull-Arena. Zusätzlich zu zwei bereits bestehenden Gebäuden, in denen sich unter anderem schon bisher die Sendeabwicklung befand, wurde ein modernes, fünfstöckiges Haus mit schwarzer Fassade errichtet, intern "Black Tower" oder "Schwarzer Turm" genannt.

Auch das Innendesign ist in Grau und Schwarz gehalten. Zwei neue Studios, 12 zusätzliche Schnittplätze sowie die Arbeitsplätze für die Redaktion finden im Neubau Platz. "Wir haben im Gegensatz zum 'Green Tower' jetzt den Luxus von zwei Studios", freute sich Servus TV-Intendant Ferdinand Wegscheider. Damit sei man flexibler und könne rascher von einer Livesendung zur nächsten wechseln. Im größeren, ebenerdigen "Studio 1" mit 330 Quadratmetern finden bei Bedarf bis zu 100 Zuschauer Platz. Aktuell werden hier die Formate "P.M. Wissen" und "Der Wegscheider" aufgezeichnet.

Das "Studio 2" im Stock darüber ist mit rund 100 Quadratmetern zwar deutlich kleiner, dafür mit einer Reihe von technischen Innovationen ausgestattet. Neben den Kurznachrichten um 18 Uhr und den Hauptnachrichten um 19.20 Uhr wird hier das Vorabend-Format "Servus am Abend" präsentiert.

"Wir stehen hier sicher im derzeit modernsten Fernsehstudio in Mitteleuropa", sagte Veech beim Rundgang mit Journalisten. Zur Ausstattung zählen zwei große fahrbare Videowalls, die sich nahtlos zu einer verbinden können, sowie mehrere ferngesteuerte Kameras - zum Teil auf Schienen. Die Kosten für den Neubau und das Studio wurden nicht bekannt gegeben.

Nachrichten immer wichtiger

Während der Sender vor einigen Jahren noch ganz ohne Nachrichten auskam, misst er ihnen mittlerweile hohe Bedeutung bei. Hatte man zu Beginn lediglich um die 20.000 Zuschauer, sei man inzwischen bei rund 170.000 Zuschauern etwa am gestrigen Dienstag angelangt. "Da tut sich was", sagte Info-Chef und Moderator Hans Martin Paar, auch wenn natürlich noch Luft nach oben sei. "Ziel ist, dass wir im Vorabend die meistgesehene Nachrichtensendung nach dem Flaggschiff ORF werden", sagte Paar.

In den kommenden Wochen und Monaten will das Nachrichtenteam auch vermehrt mit Augmented Reality arbeiten, womit beispielsweise Wetterphänomene oder Naturkatastrophen besser dargestellt werden könnten. "Da sind wir gerade am Tüfteln", sagte Paar. Spätestens zur US-Wahl und zur Wien-Wahl sollen die neuen Möglichkeiten voll genützt werden.

(APA)