Ferienhäuser im Süden: Die Preise fallen

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Ferienimmobilien bekommt man derzeit immer günstiger. Am spanischen Festland purzeln die Preise sogar um bis zu 50 Prozent, in Griechenland sind es rund 30 Prozent.

Der Traum vom Ferienhaus irgendwo im Warmen zum Sonderangebot? Ja. Die Wirtschafts- und Finanzkrise sorgt nach teilweise überzogenen Preissprüngen für einen massiven Preisverfall bei Ferienimmobilien, das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Gewinn". Für sein zukünftiges Feriendomizil zahlt man derzeit um einiges weniger: Bis zu 50 Prozent in Spanien, bis zu 30 Prozent in Griechenland, bis zu 25 Prozent in Kroatien und zwischen zehn und 15 Prozent in Italien und Frankreich im Vergleich zu 2008.

Überreste der Immo-Blase

Am härtesten getroffen hat es das spanische Festland. "Es gibt reihenweise Fälle, wo Leute mit einem halbfertigen Haus dastehen, weil der Bauträger in Konkurs gegangen ist", sagt Alexander Lindner, ein in Wien und Barcelona tätiger Rechtsanwalt, der etliche Immobilien-Geschädigte zu seinen Klienten zählt. Seitdem die spanische Immobilienblase 2007 geplatzt ist, ist die Zahl der Immobilientransaktionen um die Hälfte zurückgegangen. Vor allem die vielen fremdkapitalfinanzierten Käufer aus Großbritannien und Irland bleiben in Spanien aus oder können die Raten nicht mehr bedienen.

Griechische Urlaubsträume

In Griechenland, wo die Preise im Vorjahr bereits um 30 Prozent purzelten, erwarten die Branchenexperten in den nächsten drei Jahren, dass es Richtung Minus 50 bis 60 Prozent gehen wird. 2008 wurden im ganzen Land noch rund 160.000 Immobilien verkauft, 2009 waren es vergleichsweise nur mehr rund 90.000. Das betrifft auch die einst begehrten Ferienhäuser auf Mykonos, Kreta oder am Peloponnes. Auch in Kroatien sind viele Bauträger unter Druck geraten, wobei mittelfristig die Preise aufgrund der EU-Beitrittsphantasie Kroatiens wieder anziehen könnten.

(Ag./Red.)

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