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Wie man ein Loos-Zimmer besucht, das nicht mehr da ist

Warm, wohnlich: Loos-Interieur, Mohsgasse 2.
Warm, wohnlich: Loos-Interieur, Mohsgasse 2.(c) Wolfgang Freitag
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Ein verloren geglaubtes Interieur und eine Veranstaltungsreihe in Wien: Hinweise zum Loos-Jahr.

Fast schon auffällig in ihrer Unauffälligkeit steht sie da, die Mietshaus-Trias am Beginn der Mohsgasse, Wien Landstraße: ein wenig unentschieden zwischen Späthistorismus und Secession schwankend – und einem der weniger bekannten Architekten jener Zeit zugeschrieben, Franz Schlögl junior (1862–1920). Was das diskrete Äußere nicht ahnen lässt: welch Kleinod ihr Inneres birgt. Ein Kleinod, von dem nicht einmal Wiens Geschichte-Wiki (www.geschichtewiki.wien.gv.at) etwas weiß: In der Mohsgasse 2 sei einst eine Wohnung „nach Plänen des Architekten Adolf Loos eingerichtet“ worden, ist da zu lesen, doch das Loos-Interieur sei „nicht erhalten“. Nun ja, vergangene Woche stand ich mittendrin in dem einen Loos-Zimmer, das sich unter nämlicher Adresse sehr wohl erhalten hat. Und wer dieses und andere Wiener Loos-Interieurs sehen will, bekommt in den nächsten Monaten Gelegenheit dazu.