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Margareten

Grüne wollen nach SP-Streit Wiener Bezirk drehen

Schaefer-Wiery trat aus der SPÖ aus.
Schaefer-Wiery trat aus der SPÖ aus.APA/PID/BV5
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Im beginnenden Wahlkampf tritt Bezirksvorsteherin Schaefer-Wiery überraschend und mit lauter Kritik aus der SPÖ aus. Die Grünen hoffen nun auf Platz eins im Bezirk.

Wien. Dass die SPÖ Margareten mit ihrer Bezirksvorsteherin, Susanne Schaefer-Wiery, nicht besonders gut kann, war schon länger bekannt. Dass die amtierende Bezirksvorsteherin aber einige Monate vor der Wien-Wahl aus ihrer Partei austritt und dabei mit Kritik nicht eben spart, hat doch viele in der Bezirkspartei überrascht.

„Ich muss und werde“, schreibt Schaefer-Wiery in einem offenen Brief, „mir das nicht länger gefallen lassen. Untergriffe und Intrigen“, „Falschinformationen“, die – nicht näher genannte – „andere“ (innerhalb der SPÖ) über sie verbreitet hätten. Schaefer-Wiery, die seit 2013 dem stets rot regierten fünften Bezirk vorsteht, konstatiert ihrer Partei „Rückwärtsgewandtheit“ und „wachsende Verengung“.

Dass die Vorsteherin aus der Partei austritt, „hat mich schon überrascht“, sagt Stephan Auer-Stüger, seit dem Vorjahr SPÖ-Parteichef in Margareten. Den Zeitpunkt hält er aber „für keinen Zufall“: Immerhin tagt die SPÖ Margareten am Mittwochabend, um die Kandidatenliste für die Bezirksvertretungswahlen zu beschließen.

Freilich: Dass sich der Name Schaefer-Wiery nicht mehr auf der Liste findet, war schon länger klar.