Schnellauswahl
Arbeitszeit

Das erste OGH-Urteil zum Zwölf-Stunden-Tag

Sondervereinbarungen auf betrieblicher Ebene gelten demnach nur insoweit, als sie für den Arbeitnehmer günstiger sind als die Regelungen im KV.
Sondervereinbarungen auf betrieblicher Ebene gelten demnach nur insoweit, als sie für den Arbeitnehmer günstiger sind als die Regelungen im KV.(c) MGO (Marin Goleminov)
  • Drucken
  • Kommentieren

Erstmals hat sich das Höchstgericht zum umstrittenen Zwölf-Stunden-Tag geäußert. Die Arbeitgeberseite bekam zwar teilweise recht – hat aber unter dem Strich nichts davon.

Wien. Zwölf-Stunden-Arbeitstage sind seit 1. September 2018 generell möglich. Der anfängliche Wirbel um die Neuregelung hat sich weitgehend gelegt, einige Details sind aber nach wie vor umstritten, vor allem, wie sich der Zwölf-Stunden-Tag in Betrieben mit Gleitzeit auswirkt. Einen diesbezüglichen Rechtsstreit zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft hat nun der Oberste Gerichtshof (OGH) entschieden: Was gilt, wenn eine Gleitzeitvereinbarung in einem Betrieb bis zu zwölf Stunden Arbeit pro Tag erlaubt, im Kollektivvertrag aber zehn Stunden als Höchstgrenze festgeschrieben sind?