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Champions League

Doppelschlag der „Citizens“

FBL-EUR-C1-REAL MADRID-MAN CITY
APA/AFP/JAVIER SORIANO
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Manchester City zieht wegen der Uefa-Sperre vor Gericht und besiegte nach 0:1-Rückstand Real Madrid doch noch mit 2:1. Sergio Ramos sah die Rote Karte.

Madrid. Vor Anpfiff des Achtelfinal-Hinspiels gegen Real Madrid wähnte sich Manchester City bereits als Gewinner. Englands Fußball-Meister legte, wie nicht anders zu erwarten, Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die von der Uefa verhängte Europacup-Sperre. Die „Citizens“ wurden wegen Verfehlungen im „Financial Fair Play“ (Zeitraum 2012 bis 2016) für die nächsten zwei Saisonen ausgeschlossen.

Ob die Höchstrichter ihnen Glauben schenken? Der Klub von Hauptanteilseigner Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan soll Sponsoreneinkünfte weit über Gebühr bewertet und damit bewusst getäuscht haben. Wann mit einem finalen Spruch zu rechnen ist, sei schwer abzuschätzen, stand in einem CAS-Statement.

Gegen die „Königlichen“ jedoch kam der offensive Siegeswille der „Citizens“ jedoch lange ins Stocken. Beide Klubs neutralisierten sich gegenseitig. Und als Isco mit dem 1:0 (60.) dieses Rasenschach nach grandioser Vorarbeit durch Vinicius beendete, schien Pep Guardiolas Traum vom dritten CL-Titel erneut zu zerbröseln.

Doch Jesus (76.) gelang per Kopf der 1:1-Ausgleich, und damit waren die „Citizens“ erlöst. Dann „fällte“ Carvajal Sterling regelrecht im Strafraum – De Bruyne verwandelte den Elfmeter zum 2:1 (82.). Und Real? Die „Königlichen“ hatten binnen fünf Minuten alles verspielt – und obendrein auch noch Sergio Ramos verloren. Der selten zimperliche Abwehrspieler zog gegen Jesus (85.) die Notbremse – und fehlt damit im Rückspiel.

Im Parallelspiel des Abends gelang Olympique Lyon eine Überraschung. Der Außenseiter besiegte Juventus mit 1:0 ( Tousart, 30.).

Lewandowski fällt lange aus

Der 3:0-Sieg an der Londoner Stamford Bridge hatte doch einen sehr hohen Preis: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski fällt mit einer Verletzung für vier Wochen aus. Der Pole, 31, habe sich „einen Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk“ zugezogen, teilte der deutsche Rekordmeister mit.

Sein Bein wird nun zehn Tage mit einem Gipsverband ruhiggestellt. Danach soll das Aufbautraining beginnen. In Bayerns Angriff wird Lewandowski schmerzlich vermisst werden. Denn der Pole traf in 33 Saisonspielen nicht weniger als 39 Mal. (fin)

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