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IOC-Doyen Pound hätte Verständnis für Tokio-Absage

International Olympic Committee (IOC) member Dick Pound poses in his offices in Montreal
REUTERS
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Der Kanadier ist sich sicher, dass das IOC die Athleten und andere Menschen nicht unannehmbar hohen Gesundheitsrisiken aussetzen möchte. Im "SZ"-Interview sagt er: "Fragen der Pandemie sind viel wichtiger als die Durchführung einer bestimmten Sportveranstaltung!"

Der frühere IOC-Vizepräsident Richard Pound hätte angesichts der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Verständnis für eine Olympia-Absage in Japan. "Ich bin sicher", sagte Pound der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag), "dass das IOC keine Entscheidung treffen würde, die einer Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Regierungen in dieser Sache zuwiderliefe."

Der Kanadier ist sich sicher, dass das IOC die Athleten und andere Menschen nicht unannehmbar hohen Gesundheitsrisiken aussetzen möchte. "Fragen der Pandemie sind viel wichtiger als die Durchführung einer bestimmten Sportveranstaltung, selbst einer so großen wie die Olympischen Spiele", betonte der 77-Jährige. Derzeit gehe man aber davon aus, dass die Sommerspiele wie geplant vom 24. Juli bis 9. August stattfinden.

Das IOC verfolge die neuen Daten von Tag zu Tag - nach Pounds Schätzung gibt es noch ein dreimonatiges Zeitfenster für eine Entscheidung über eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio wegen des Coronavirus. Eine Entscheidung könne sich aber auch schon "in weniger als drei Monaten abzeichnen", sagte das IOC-Mitglied der "Süddeutschen Zeitung".