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Kapitalerhöhung

Frequentis will Mitarbeiter zu Aktionären machen

Der Wiener Börsenneuling plant ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm für seine 1400 Beschäftigten in Österreich und Deutschland.

Das Wiener Technologieunternehmen Frequentis will seine Mitarbeiter zu Aktionären machen. Das Unternehmen, das seit Mai 2019 in Wien und Frankfurt an der Börse notiert, plant ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm für seine rund 1400 Beschäftigten in Österreich und Deutschland, gab die Firma am Montag bekannt. Der Aufsichtsrat muss dem Vorhaben noch zustimmen.

Mitarbeiter, die einen Anteil an dem Unternehmen kaufen möchten, können die Frequentis-Aktien zum Preis von 80 Prozent des Schlusskurses des Papiers am 4. Mai 2020 an der Wiener Börse erwerben, also mit einem Preisabschlag von 20 Prozent. Derzeit kostet eine Aktie 18,43 Euro. Das Papier gab sein Börsendebüt zu einem Preis von 17,84 Euro.

Das Grundkapital von Frequentis soll um bis zu 80.000 Euro auf bis zu rund 13,3 Millionen Euro erhöht werden. Dies soll durch die Ausgabe von bis zu 80.000 neuen Aktien gegen Bareinlage unter gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre geschehen. Das sei abhängig davon, wie viele Aktien im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms von den Beschäftigten bestellt werden.

Im Falle einer Überzeichnung durch teilnehmende Mitarbeiter soll eine entsprechende Kürzung der den betreffenden Mitarbeitern zuzuteilenden Aktien erfolgen, teilte Frequentis mit. Die Angebotsfrist startet voraussichtlich am 3. April.

"Wir freuen uns, dass wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun an der künftigen Entwicklung der Frequentis teilhaben lassen können", sagt Unternehmenschef Norbert Haslacher laut einer Aussendung.

Frequentis war einer der drei Börsenneulinge im Jahr 2019 neben Marinomed und der Addiko Bank. Im Halbjahr 2019 erzielte der Weltmarktführer bei Sprachkommunikationssystemen für Flugsicherungen einen Verlust, wenngleich sich dieser eindämmte.

(APA)