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Münchner Polizisten sollen Rabatt bei Drogenhändlern bekommen haben

Archivbild von der Neuangelobung Münchener Polizisten.
Archivbild von der Neuangelobung Münchener Polizisten.imago images/Overstreet
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Ein Skandal erschüttert die Münchner Polizei: Mehrere Beamten sollen Kokain gekauft, konsumiert und auch weitergegeben zu haben. Die Ermittlungen laufen.

Ein Drogen-Skandal um Münchner Polizeibeamte weitet sich womöglich aus. Nach Angaben eines Ermittlers des Landeskriminalamtes (LKA) sollen Polizisten nicht nur Drogen gekauft und konsumiert zu haben. Sie stehen auch unter Verdacht, Kokain weitergegeben zu haben. Außerdem soll es für sie Rabatt auf Drogen gegeben haben.

Ein festgenommener Drogenhändler habe ausgesagt, "dass Polizisten in München Kokain konsumieren, verkaufen, ankaufen", sagte der LKA-Beamte am Dienstag vor dem Amtsgericht. Acht Polizisten aus dem Zuständigkeitsbereich des Münchner Präsidiums wurden vom Dienst suspendiert, weil sie Verbindungen in die Drogenszene gehabt haben sollen. Nach LKA-Angaben gibt es zum Beispiel Chat-Verläufe, die diesen Verdacht erhärten. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt nach Angaben einer Sprecherin bisher wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz - und nicht wegen des Verdachts auf Drogenhandel.

Drogenhändler packte aus

Der Drogenhändler hatte die Ermittlungen gegen die Beamten ins Rollen gebracht, als er nach seiner Festnahme gegen Komplizen auspackte - und eben auch gegen die Polizisten. Den Angaben des Dealers zufolge könnten sogar bis zu 20 Beamte in den Skandal verwickelt sein, sagte der LKA-Beamte. "In einer Großstadt ist das nicht auszuschließen."

Bisher habe sich der Großteil der beschuldigten Beamten nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte der LKA-Ermittler am Dienstag vor Gericht. Der Anwalt des Angeklagten wies allerdings darauf hin, dass einer der beschuldigten Polizisten die Vorwürfe entschieden bestritten habe.

(APA/dpa)