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Rückzug

Rudolf Fries verlässt Aufsichtsrat der Immofinanz

Seine Anteile hat der Investor bereits verkauft, nun folgt der Rückzug aus dem Kontrollgremium.

Rudolf Fries, der stellvertretende Aufsichtsratspräsident der Immofinanz, zieht sich komplett aus dem Unternehmen zurück. Wie er am Mittwoch mitteilte, hat er sein Aufsichtsratsmandat zurückgelegt. Schon Ende Februar hatte der Anwalt mit Sitz in Baden bei Wien seine Anteile an dem börsenotierten Unternehmen veräußert. Damals gab die Immofinanz bekannt, dass der Wiener Investor Ronny Pecik gemeinsam mit dem slowakischen Investor Peter Korbacka über die Carpinus Holding GmbH 10,71 Prozent an der Immofinanz erworben hatte. Laut Immofinanz stammte ein Teil des Pakets vom  Großaktionär Rudolf Fries bzw. seiner Familien-Privatstiftung.

Pecik ist bereits zu rund 14 Prozent an der s Immo beteiligt. Erst Mitte Jänner hatten er und sein Schweizer Partner Norbert Ketterer ihren Anteil an der börsennotierten Immobilienfirma von 10,13 auf 14,24 Prozent aufgestockt. Bei der Kapitalerhöhung erwarb die ihnen zuzurechnende Etamin GmbH & Co KG 3,7 Mio. neue Aktien. Von den 14,24 Prozent hält die Gesellschaft Etamin 5,21 Prozent direkt, 9,03 Prozent entfallen auf die Hamamelis GmbH & Co KG.

Die s Immo und die Immofinanz sind auch gegenseitig aneinander beteiligt. Eine Verschmelzung der beiden Firmen, die seit Jahren nicht gelingt, scheiterte zuletzt im November. Doch nun gehören Pecik und seinen Partnern sowie der s Immo gemeinsam 23 Prozent der Immofinanz-Anteile. Damit haben sie auch einen signifikanten Stimmrechtsanteil bei der Hauptversammlung.

Die Immofinanz verfügt nun über fünf Kapitalvertreter im Aufsichtsrat. Bettina Breiteneder folgt Rudolf Fries als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende mit sofortiger Wirkung nach.

 

(APA)