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Syrien-Krisensitzung der EU-Außenminister

Regierungstruppen mit russischer Hilfe auf dem Vormarsch: Das Bild zeigt einen russischen Luftangriff auf das Dorf el-Baraon in einem Dorf im Süden der syrischen Provinz Idlib
Die Regierungstruppen rücken mit russischer Hilfe vor: Das Bild zeigt einen russischen Luftangriff auf das Dorf el-Bara im Süden der syrischen Provinz Idlib.(c) APA/AFP/OMAR HAJ KADOUR (OMAR HAJ KADOUR)
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Die brisante Lage in der syrischen Provinz Idlib ist Grund für das Treffen in Zagreb. Auch die Flüchtlingssituation an der türkisch-griechischen Grenze ist dort Thema.

Die EU-Außenminister beraten am Freitag Früh bei einer Krisensitzung in Zagreb über die Situation im Bürgerkriegsland Syrien. Das Treffen war kurzfristig angesetzt worden, nachdem sich die Lage in der syrischen Provinz Idlib verschärft hatte. Kurz vor dem Treffen einigten sich Russland und die Türkei am Donnerstagabend auf eine Waffenruhe in Idlib.

In der letzten Rebellenhochburg waren die Regierungstruppen mit russischer Unterstützung zuletzt auf dem Vormarsch. Gleichzeitig hat sich die Notlage der Menschen in Idlib dramatisch verschlechtert. Fast 950.000 der drei Millionen Einwohner der Region sind nach UN-Angaben auf der Flucht. Bei dem Ministertreffen wird es auch darum gehen, wie die humanitäre Versorgung der Menschen gesichert werden kann.

Erdogan verstößt gegen Abkommen

Zugleich werden Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) und seine EU-Amtskollegen über die Lage in der Türkei und an der Grenze zu Griechenland beraten. Ankara hatte die Grenze zur EU am Wochenende für offen erklärt und verstößt damit gegen das EU-Türkei-Abkommen.

In der seit Monaten heftig umkämpften nordsyrischen Provinz Idlib ist in der Nacht zum Freitag eine zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe in Kraft getreten. Kurz nach Inkrafttreten der Feuerpause um Mitternacht (Ortszeit) herrschte in der Region eine "relative" Ruhe, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.