''Nicht nur Freude, Friede, Eierkuchen''
"Ich jedenfalls werde mich sehr bemühen, auch vielen ihrer Erwartungen gerecht zu werden."Der neue Bundespräsident Christian Wulff dankt ausdrücklich dem Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, für den fairen Wettbewerb. Er zeigte sich überzeugt, dass es auch mit den Anhängern des ehemaligen DDR-Bürgerrechtlers zu einer gedeihlichen Zusammenarbeit kommen werde.
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"Das ist ein Geschenk für unser Land." Wahl-Verlierer Joachim Gauck zeigte sich davon überzeugt, dass Wulff ein gutes Staatsoberhaupt werde. Der CDU-Politiker sei ein junger Mann, der großes Entwicklungspotenzial habe.
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"Ich freue mich von ganzem Herzen." Deutschland bekomme mit Wulff "einen sehr guten Bundespräsidenten". Kanzlerin Merkel nach dem dritten und für ihren Kandidaten Wulff erfolgreichen Wahlgang.
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"Wulff ist ein Brückenbauer, der Menschen zusammenführt und zukunftsorientiert denkt." FDP-Chef Guido Westerwelle (im Bild rechts) sagte, er freue sich, dass der Kandidat von Union und FDP eine "so eindeutige Mehrheit" erhalten habe.
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"Ein engagierter Anwalt von Bürgerinteressen in Deutschland."CSU-Chef Horst Seehofer über Wulff.
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Wenn man eine Mehrheit von rund 20 Stimmen nicht aktivieren könne, zeige dies, "dass da nicht nur Freude, Friede, Eierkuchen herrscht". Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin (im Bild verbeugt) wertet die Wahl als Schlappe für die schwarz-gelbe Koalition.
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„Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für die gemeinsamen politischen Ziele. Wir sind eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten.“ Angela Merkel, Bundeskanzlerin und CDU-Chefin, rief nach dem für die Regierung blamablen Ergebnis der ersten Runde die Union zur Geschlossenheit auf.
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„Die Freien Demokraten werden Wulff erneut geschlossen unterstützen, wie sie dies im ersten Wahlgang getan haben.“ Der Außenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle gibt die Schuld am Scheitern Wulffs im ersten Wahlgang der Union.
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„Es ist für die, die Christian Wulff nominiert haben, eine Klatsche.“ Der SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier freut sich über den Dämpfer für die Regierung und ihren Kandidaten in den ersten beiden Wahlkämpfen.
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„Die Entscheidung und ihre Gründe haben wir zu respektieren, auch wenn viele von uns sie noch immer nicht wirklich verstehen können.“ Bundestagspräsident Norbert Lammert über den Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler, der die Neuwahl nötig gemacht hatte. Auch ein Staatsoberhaupt müsse Kritik aushalten können: „Niemand von uns steht unter Denkmalschutz.“
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„Herr Gauck ist nicht der Kandidat, der die Positionen der Linken auch nur annähernd vertritt.“ Die Linken-Chefin Gesine Lötzsch erteilt Spekulationen, ihre Partei könnte im dritten Wahlgang Gauck wählen, eine Absage.
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"Ich will nicht, dass Deutschland wieder von Sozialisten und Kommunisten regiert wird."Horst Seehofer, CSU-Vorsitzender
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"Uns geht es hier nicht um parteipolitisches Spiel, sondern wir wollen einen beim Volk beliebten Kandidaten zum Bundespräsidenten machen. Das ist keine Frage, der CDU oder der FDP einen mitzugeben."Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen.
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"Hier wird übermächtig deutlich, dass sich der Wunsch der Bürger, Herrn Gauck als Bundespräsidenten zu bekommen, auf die Wahlmänner abgefärbt hat." Olaf Scholz, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.
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