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Auf der Flucht im eigenen Land. Kinder spielen am Zaun eines Lagers für intern Vertriebene im nordsyrischen Dorf Deir Hassan in Idlib, nahe der Grenze zur Türkei.
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Syrien

Gefangen zwischen Assad und Islamisten

Die Region um Idlib im Norden Syriens ist die letzte Hochburg der Opposition. Hierher sind zahlreiche Zivilisten vor der Armee des Regimes geflohen. Zugleich leiden sie unter der Herrschaft der Extremisten, die Idlib kontrollieren.

Das dicke Teppichbodenstück will nicht so recht brennen, das Fadi Hafiz in den kleinen, verrosteten Eisenofen steckt. Erst mit einer zerknüllten Plastiktüte als Anzünder beginnt das Feuer langsam zu lodern. Benzin, Holz und Kohle kann sich der 28-jährige Familienvater nicht leisten, wie die meisten der anderen Flüchtlinge, die alle Hals über Kopf ihre Wohnungen und Häuser zurücklassen mussten. Sie flohen vor den heranrückenden Truppen der syrischen Armee und den Luftschlägen des russischen Verbündeten des Assad-Regimes. „Ständig schlugen Bomben ein, und es wurde geschossen“, erzählt Hafiz, der mit seiner Frau und zwei Kindern aus Sarmin geflüchtet ist, einem der Hauptangriffsziele der syrischen Armee in den vergangenen Wochen. „Es gab kein Krankenhaus mehr, keinen Strom und nur wenig Wasser“, sagt Hafiz und setzt eine blecherne Teekanne auf den brennenden Ofen.