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Covid-19

Zahl der positiv Getesteten in Österreich auf 79 gestiegen - Entwarnung für Wiener Volksschule

Innenminister Karl Nehammer, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (v.l.n.r.).
Innenminister Karl Nehammer, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (v.l.n.r.).APA/HERBERT P. OCZERET
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79 Personen wurden mittlerweile in Österreich positiv auf das Covid-19-Virus getestet. Die beiden Lehrer in einer Volksschule in Wien wurden negativ getestet.

Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen in Österreich ist auf 79 gestiegen. Der jüngste Fall betraf eine Mitarbeiterin der Wirtschaftskammer Wien. Für eine Wiener Schule gab es dagegen am Samstag Entwarnung: Zwei Lehrerinnen, die "unter Verdacht" standen, wurden negativ getestet. Bei den Covid-19-Patienten im Burgenland zeigt sich ein "stabiler Verlauf" der Erkrankung. Die AUVA kündigte unterdessen an, nicht notwendige Operationen fallweise zu verschieben.

Um angesichts der Herausforderungen durch das neuartige Coronavirus "auch mittel- bzw. langfristig die unfallchirurgische Versorgung sicherzustellen", setzte man auf einen ressourcenschonenden Einsatz der Mittel, informierte die AUVA. Ziel sei die Sicherstellung, "dass Arbeitsunfälle und Patienten, die dringend unfallchirurgische Behandlung benötigen, weiterhin prioritär versorgt werden".

Die Salzburger Landeskliniken schränken das Programm nicht dringender Operationen angesichts der steigenden Zahl von Coronafällen in Österreich noch nicht ein, wie auf Anfrage zu erfahren war. In der oberösterreichischen Gesundheitsholding GmbH, zu der neben dem Kepler Universitätsklinikum in Linz sechs Regionalkliniken mit acht Standorten in ganz Oberösterreich gehören, ist das derzeit ebenfalls kein Thema.

Von den schon am Vormittag bekannt gewordenen acht neuen Betroffenen in Niederösterreich sind nach Angaben des Sanitätsstabes fünf aus dem Bezirk Korneuburg, zwei aus dem Bezirk Tulln und einer aus dem Bezirk Mistelbach. Eine vierköpfige slowakische Familie, bei der am Freitag die ersten Infektionen mit dem Coronavirus im Burgenland nachgewiesen wurden, zeige derzeit einen "stabilen Verlauf" mit grippeähnlichen Symptomen, berichteten Landesamtsdirektor Ronald Reiter und Brigitte Novosel vom Koordinationsstab. Es dürfte nur eine Kontaktperson in Österreich geben.

Doch keine Ansteckung in Wiener Volksschule

Entwarnung für eine Volksschule in der Galileigasse in Wien-Alsergrund: Zwei unter Coronavirus-Verdacht stehenden Lehrerinnen wurden negativ getestet. Das teilte Corina Had, Mediensprecherin der Wiener Berufsrettung, am Samstag mit. Damit findet der Unterricht am Montag ganz normal statt.

Die beiden Leherinnen bleiben zur Sicherheit noch in häuslicher Absonderung. Diese Maßnahme gilt für 14 Tage. In Wien ist die Zahl der Infizierten mit 23 bis Samstagmittag übrigens gleich geblieben.

Sicherheitsvorkehrungen

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuvor am Freitagabend weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus angekündigt. "Die Situation hat sich verschärft, insbesondere im Iran, auch in Südkorea und in einigen Regionen Italiens."

Deshalb wird es zunächst keine Direktflüge mehr in den Iran, nach Südkorea und zu den norditalienischen Flughäfen Mailand und Bologna geben. Weiters wurden auch punktuelle Gesundheitschecks an den österreichisch-italienischen Grenzübergängen verfügt, wie Kurz bei einer Pressekonferenz ankündigte.

Attest bei Einreise

Außerdem werden von Drittstaatsangehörigen, die aus bestimmten Gegenden Chinas, aus dem Iran und Südkorea einreisen wollen, Atteste von Ärzten verlangt, die bestätigen, dass der Betreffende keine Infektion mit dem Coronavirus hat, erläuterte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Die Maßnahmen treten mit kommender Woche in Kraft, ergänzte Kurz. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) betonte die enge Kooperation zwischen Gesundheitsbehörden und der Polizei, die die Aufgabe habe, die Behörden bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu unterstützen.

Anschober, der am Freitag beim Gesundheitsministerrat der EU in Brüssel war, sprach von einer "schwierigen Situation, dass die Zahlen in Südkorea und Iran eine drastische Steigerung erfahren, und auch in der Lombardei sehr ernst zu nehmende Zunahmen zu verzeichnen sind". Weltweit gebe es mittlerweile 101.000 bestätigte Fälle und man gehe von einer erheblichen Dunkelziffer aus.

Alle Bundesländer betroffen

In Oberösterreich sind am Samstagmorgen weitere Fälle einer Corona-Infektion bestätigt worden. Die Betroffenen - ein Mann und ein Ehepaar aus Leonding (Bezirk Linz-Land) - waren in derselben Reisegruppe wie ein erkrankter Mühlviertler, der Donnerstagabend als erster in Oberösterreich positiv getestet worden war, teilte das Land mit. Alle vier bleiben vorerst in häuslicher Quarantäne.

Im Burgenland wurden am Freitagabend vier Fälle gemeldet, das Coronavirus hat somit zu diesem Zeitpunkt erstmals alle österreichischen Bundesländer erreicht. Zu den ersten bestätigten Covid-19-Fällen im Burgenland findet zur Stunde eine Pressekonferenz in Eisenstadt statt.

In Niederösterreich sind Samstagmittag acht neue Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Die Zahl der Infizierten ist damit von 15 auf insgesamt 23 angestiegen. Von den acht neuen Betroffenen sind nach Angaben des Sanitätsstabes fünf aus dem Bezirk Korneuburg, zwei aus dem Bezirk Tulln und einer aus dem Bezirk Mistelbach.

Insgesamt wurden in Niederösterreich bisher 438 Personen auf das Covid-19-Virus getestet. 404 Tests waren negativ, elf Ergebnisse sind noch ausständig.

(APA/Red.)