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Schadenersatz

Therapeut verführte Frau: Kein Geld für depressiven Gatten

Der Ehemann stürzte in eine Depression (Symbolbild).
Der Ehemann stürzte in eine Depression (Symbolbild).(c) imago images/PhotoAlto (FrédéricxCirou)
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Oberster Gerichtshof verneint Schmerzengeldanspruch eines nur mittelbar geschädigten früheren Ehemanns.

Wien. Es geschah während einer Psychotherapieausbildung: Eine Frau ließ sich im Rahmen einer Lehranalyse auf ein sexuelles Verhältnis mit dem Lehrer ein, ihr damaliger Ehemann stürzte daraufhin in eine Depression. Also klagte nicht nur die Frau den Vortragenden auf Schadenersatz, weil sie sich in einem Autoritätsverhältnis missbraucht sah. Sondern auch der – mittlerweile geschiedene – Ehemann verlangte Schmerzengeld. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte zu klären, ob diese indirekte Schädigung auch noch dem Täter zuzurechnen war.