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Epidemie

Coronavirus: Weltweit weiter steigende Fälle

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Der Iran meldete 6566 Infizierte und 194 Tote. Erstmals ist auch  Bulgarien vom Coronavirus betroffen.

Weltweit greift das neuartige Coronavirus weiter um sich: Im Iran ist die Zahl der Infektionen etwa auf 6566 gestiegen. Bisher seien 194 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium dem staatlichen Fernsehen zufolge mit. Der Iran ist neben China, Südkorea und Italien am stärksten von der Epidemie betroffen.

Die iranische Fluggesellschaft IranAir setzt alle Flüge nach Europa aus. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zitierte aus einer Stellungnahme der zivilen Luftfahrtbehörde, wonach dies eine Reaktion auf europäische Restriktionen sei. Diese IranAir betreffenden Einschränkungen seien "aus ungeklärten Gründen" getroffen worden.

In Deutschland ist die Zahl der mit dem Virus infizierten Personen von 795 auf 847 angestiegen (Stand Sonntag, 8.00 Uhr), teilt das Robert-Koch-Institut mit. Die meisten Erkrankungen wurden demnach in Nordrhein-Westfalen mit 392 Fällen registriert, gefolgt von Baden-Württemberg (182) und Bayern (148).

In Ungarn hat sich die Zahl der Fälle auf sieben erhöht, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Sonntag. Bei den Betroffenen handelte es sich um vier Iraner, einen Briten und zwei Ungarn. Zwei der Iraner waren laut Krisenstab zunächst nicht kooperativ. Die Verweigerung der Zusammenarbeit mit der Epidemie-Behörde käme einer Straftat gleich, betonte der Chef des Krisenstabes, Tibor Lakatos.

Bulgarien meldete die ersten vier bestätigten Virus-Fälle. Zwei Männer aus der nördlichen Stadt Pleven und zwei Frauen aus der Stadt Gabrovo in Zentralbulgarien seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Todor Kantardzhiev, Leiter des Nationalen Zentrums für Infektionskrankheiten.

Erster Todesfall in Lateinamerika

In Südkorea ist die Zahl der neu mit dem Virus infizierten Personen in den vergangenen 24 Stunden um 272 angestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde mit. Damit geht die Zahl der Neuinfizierten zurück. Am Tag davor waren insgesamt 448 neue Virus-Erkrankungen gemeldet worden. Insgesamt komme Südkorea nun auf 7313 Virus-Erkrankungen, die größte Zahl aller Länder außerhalb Chinas.

Die Virus-Epidemie erreichte auch die Republik Moldau. Das osteuropäische Land bestätigte den ersten Coronavirus-Fall. Eine 48-jährige Frau sei am Samstag nach ihrer Ankunft aus Italien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das moldauische Gesundheitsministerium mit.

Das argentinische Gesundheitsministerium meldete den ersten Todesfall des Landes im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Er ist gleichzeitig der erste bekannte Todesfall in Lateinamerika.

In China ist die Zahl der bekannten Neuerkrankungen nach Angaben der Behörden am Samstag auf 44 gefallen nach 99 am Tag zuvor. Die Zahl der neuen Todesfälle liegt demnach mit 27 etwa auf dem Niveau des Vortages mit 28.

In den USA ist ein Teilnehmer einer konservativen Politik-Konferenz positiv getestet worden, an der auch Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence teilgenommen haben. Die betroffene Person habe jedoch während der Conservative Political Action Conference (CPAC) im vergangenen Monat mit den beiden Männern "nicht interagiert", teilte der Veranstalter American Conservative Union mit. Zudem habe die Person nicht an den Veranstaltungen in der Haupthalle der Konferenz teilgenommen.

(APA/Reuters)