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Coronavirus: In Tirol ab Dienstag Fieberkontrollen an italienischer Grenze

CORONAVIUS - BAHN AM BRENNER NACH VERDACHTSFALL STUNDENLANG GESTOPPT
Ab Dienstag wird es unter anderem am Brenner Grenzkontrollen geben.APA/EXPA/JOHANN GRODER
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In Tirol gibt es ab Dienstag stichprobenartige Temperaturmessungen auf den Straßen und in Zügen. In Kärnten ist die Umsetzung noch unklar.

Die Verordnung des Bundes für Gesundheitschecks an den österreichisch-italienischen Grenzen soll in Tirol mit Dienstag in Kraft treten. Ab Dienstagvormittag sollen zwei mobile Gesundheitscheck-Teams am Brenner - an Autobahn, Landesstraße und im Zugverkehr - sowie an den Grenzen Sillian und Reschenpass punktuelle Gesundheitskontrollen vornehmen, teilte das Land am Sonntag mit.

"Die Reisetätigkeiten aus den betroffenen norditalienischen Krisengebieten sollen insgesamt überdacht und bestmöglich vermieden werden. Die Gesundheitschecks in den Grenzbereichen vom Brenner, Reschenpass und Sillian betreffen sowohl den Straßenverkehr auf Autobahn und Landesstraße, als auch den Zugverkehr", erklärte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Es sollen punktuelle und stichprobenartige Temperaturmessungen durchgeführt werden. Zudem werden auch ausgearbeitete Standardfragen gestellt, etwa dazu, ob die Reise aus einem Risikogebiet angetreten wurde und ob die kontrollierten Personen grippeähnliche Symptome aufweisen. Eine Arbeitsgruppe im Land sei gerade dabei, die konkrete Umsetzung der Gesundheitschecks vorzubereiten, hieß es.

Wann startet Kärnten?

Unklar bleibt weiterhin, wann in Kärnten Fiebermessungen durchgeführt werden. Am Sonntag berieten die zuständigen Behördenvertreter in Kärnten. Die Vorgaben des Bundes seien "bedauerlicherweise sehr vage", berichtete der Landespressedienst. Es werde aber alles getan, um die Maßnahme umzusetzen. Zunächst war von punktuellen Grenzkontrollen ab Montag die Rede gewesen.

Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) sagte nach einem Telefonat mit Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne), dass seitens des Ministeriums die entsprechenden Verordnungen nochmals begutachtet würden, da sich die Lage in Italien geändert habe und es ohnehin zu erheblichen Reiseeinschränkungen komme. Daher seien die Verordnungen auch nicht mit Montag umsetzbar. Prettner forderte von Anschober "bundeseinheitliche Lösungen" für die Kontrollen und zusätzliche Ressourcen zu deren Finanzierung.

Die Verordnung sei wie geplant in Kraft, sagte demgegenüber der Sprecher des Bundes-Einsatzstabes, Detlef Polay. Die Tests werden von Vertretern der Gesundheitsbehörden durchgeführt, die Polizei soll diese unterstützen. Möglich sei aber, dass die punktuellen Grenzkontrollen nicht sofort am Montag aufgenommen werden.

(APA)