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Geförderte Vereine

Chorherr im U-Ausschuss: "Das Geld ja richtig eingesetzt"

SITZUNG U-KOMMISSION ZU WIENER VEREINEN: CHORHERR
Christoph Chorherr verteidigt sich im Wiener Rathaus.APA/HANS PUNZ
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Der Ex-Grünen-Gemeinderat Christoph Chorherr bezieht heute vor der Wiener Untersuchungskommission zu seinem Verein „s2arch“ Stellung.

In Wien muss heute der Ex-Grünen-Gemeinderat Christoph Chorherr vor der Wiener Untersuchungskommission Stellung beziehen. Im Mittelpunkt steht der geförderte Verein „s2arch“, der 2004 von Chorherr gegründet wurde und sich Schul- und Bildungsinitiativen in Südafrika widmet. Bis 2016 wurden insgesamt 550.000 Euro an städtischen Förderungen überwiesen, wodurch unter anderem Schulen gebaut wurden, die bis heute bestehen.

Der Stadtrechnungshof befand in einem im März 2019 veröffentlichten Bericht, dass die über den Verein abgewickelten Projekte förderungswürdig gewesen seien, stellte allerdings eine gewisse Schlampigkeit bzw. Säumigkeit in der Übermittlung von Unterlagen im Zusammenhang mit der Abrechnung der Subventionen fest.

Nicht alle dürfen der Sitzung im Rathaus beiwohnen.Seeh/Die Presse

Chorherr rechtfertigte sich zu Beginn der Verhandlung gegen den Vorwurf, warum die Eingaben- und Ausgabenrechnungen nicht geliefert werden konnten: „Es wurden ja Berichte vorgelegt, es wurde das Geld ja richtig eingesetzt.“ Dies hätten auch Kontrollinstanzen bestätigt. „Wir können nun sechs Stunden diskutieren, ob diese ausführlich genug sind“, sagte Chorherr.

Der Kern seiner Verteidigung: Für eine detaillierte Rechnungslegung sei keine Zeit gewesen. Es sei darum gegangen, die Projekte mit mehreren Universitäten in Europa in kürzester Zeit zu realisieren. „Hätten wir alles so gemacht, wie das im Nachhinein von uns verlangt wurde, hätten zwei Drittel der Projekte nicht stattgefunden“, rechtfertigt sich Chorherr.

(red.)