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Lenzing-Gewinn bricht um ein Fünftel ein

Der Faserkonzern geht wegen des schwierigen Marktumfeldes und möglicher Folgen des Coronavirus auch für 2020 von einem schwächeren Ergebnis aus. Die Dividende wird deutlich gekürzt.

Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing verbuchte wegen gesunkener Preise 2019 ein schlechteres Ergebnis und erwartet auch im laufenden Jahr Einbußen. Bei einem Umsatzrückgang um rund drei Prozent auf 2,1 Milliarden Euro sank das operative Ergebnis (Ebitda) im vergangenen Jahr um 14,4 Prozent auf 326,9 Millionen Euro. Da das Marktumfeld ohnehin schwierig sei und die Ausbreitung des Coronavirus noch unabsehbare Folgen habe, geht der Vorstand für 2020 von einem
Ergebnis unter dem Vorjahresniveau aus.

Die Ursachen für den Umsatzrückgang lägen primär in den niedrigeren Verkaufspreisen für Fasern und in einem leichten Rückgang der Absatzmenge für Standardfasern, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Das bekommen nun auch die Aktionäre zu spüren. Die Dividende wird deutlich gekürzt: Der Vorstand der Lenzing-Gruppe schlage der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 die Zahlung einer Dividende von einem Euro je Aktie vor. Im Jahr davor betrug die Dividende drei Euro je Aktie, dazu kam eine Sonderdividende von zwei Euro.

"Lenzing und die gesamte textile Wertschöpfungskette agierten 2019 in einem historisch schwierigen Marktumfeld, welches unsere Umsatzentwicklung und Ertragslage beeinträchtigt hat“, teilte das Unternehmen mit.

(red.)