Ausreißer Thomas Cook und Gerry Weber

Zahl der deutschen Insolvenzen auf 20-Jahres-Tief

Thomas Cook
Thomas CookREUTERS
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Dennoch kam es im vergangenen Jahr zu einigen großen Firmenpleiten, wie Thomas Cook und Gerry Weber.

Im vergangenen Jahr mussten in Deutschland so wenige Unternehmen Insolvenz anmelden wie seit 1999 nicht mehr. Dank des langen Wirtschaftsaufschwungs und günstiger Kredite ging die Zahl der beantragten Insolvenzen um 2,9 Prozent zurück auf 18.749. Das war ein Minus von 2,9 Prozent gemessen am Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Die Behörde sprach von einem Tiefstand seit Einführung der
Insolvenzordnung 1999. Einen Anstieg der Firmenpleiten hatte es
zuletzt 2009 gegeben nach Ausbruch der globalen Finanzkrise.

Die voraussichtlichen Forderungen aus den Insolvenzen bezifferten
die Amtsgerichte für 2019 auf knapp 26,8 Milliarden Euro - deutlich
mehr als im Vorjahr (21 Mrd. Euro). Das lag an der Zahl großer
Firmenpleiten - etwa des Reisekonzerns Thomas Cook und der Modefirma
Gerry Weber.

Auch Verbraucher profitierten von der guten Wirtschaftslage. Die
Zahl der Pleiten dort sank kräftig um 7,3 Prozent auf 62.632 Fälle,
so die deutschen Statistiker. Zuletzt war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen 2010 gestiegen.

Experten rechnen indes damit, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen
wieder steigt. "Die Abschwächung der Konjunktur in Deutschland wird
sich 2020 auch in den Insolvenzzahlen niederschlagen", hatte jüngst
die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel erklärt. Auch dürfte die
wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus dürften viele Firmen treffen
- gerade im Tourismus, bei Messen, Hotels und Gaststätten.

(ag./red. )

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