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Keine Isolation: Tiroler Versäumnisse und ihre Konsequenzen

In Kritik steht das Krisenmanagement des Landes Tirol.
In Kritik steht das Krisenmanagement des Landes Tirol.APA/JAKOB GRUBER
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In Tirol hat die Isolation der Wintertourismusgäste schlecht geklappt. Sie trugen das Virus in die Welt.

Ischgl. Die Nachrichten rund um Tourismusgebiete in Tirol insbesondere Ischgl als Infektionsherd für Hunderte Menschen, die den Virus in Österreich und in Skandinavien verbreitet haben, reißen nicht ab. In Kritik steht immer wieder das Krisenmanagement des Landes Tirol. Und die Frage, ob man vieles nicht ernst (genug) genommen.

So wurde am Sonntag bekannt, dass, nachdem vergangenen Freitag die Orte im Paznauntal und St. Anton unter Quarantäne gestellt worden waren, laut Medienberichten Hunderte Gäste anschließend in Innsbruck nächtigten. Ein Innsbrucker Hotelier berichtete, dass die Touristen online gebucht hätten und man nicht gewusst habe, dass sie aus diesen Gemeinden kamen. Die Polizei dementierte die hohe Anzahl – und spricht von „einzelnen Fällen“. Es habe sich um Fluggäste gehandelt, die sich nach Bekanntwerden der Maßnahmen in Bewegung gesetzt hatten. Zu diesem Zeitpunkt sei die Infrastruktur für die Kontrollen noch in der Aufbauphase gewesen. Bei der Ausreise aus den betroffenen Orten St. Anton, Galtür, Ischgl, Kappl und See wurden nach Angaben des Landes die Personalien der ausländischen Gäste aufgenommen. Diese sollten nach der Abreise aus Tirol die Behörden in den Heimatländern informieren und sich zwei Wochen isolieren. Sie wurden außerdem angehalten, direkt und ohne Zwischenstopp nach Hause zu fahren. Das dürfte so nicht passiert sein. Augenzeugen berichteten laut „Presse“-Recherchen“ auch von ausländischen Gästen, die sich direkt auf die Weiterreise in andere Tiroler Skigebiete machten, dort fuhren am Sonntag nämlich vorerst noch die Lifte.