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Aktienmarkt

Europäische Leitbörsen stabilisieren sich langsam

Archivbild: Für Aufsehen sorgte im vorbörslichen Handel die Osram-Aktie.
Für Aufsehen sorgte im vorbörslichen Handel die Osram-Aktie.APA/dpa/Arne Dedert
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Die Leitbörsen in Europa setzen ihre Stabilisierung nach den massiven Kurseinbrüchen der ersten Wochenhälfte fort. Von einer Erholung könne man noch nicht sprechen.

Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag in Verlauf klar positiv tendiert. Gegen 14.20 Uhr notierte der Euro-Stoxx-50 um 3,74 Prozent höher bei 2.545,91 Punkten. In Frankfurt stieg der DAX um 3,95 Prozent auf 8.950,50 Zähler und der Londoner Leitindex FT-SE-100 stand 2,04 Prozent im Plus bei 5.257,04 Einheiten.

Am Vortag waren die europäischen Leitbörsen ebenfalls befestigt aus dem Handel gegangen: „Von einer Erholung zu sprechen, wäre verfrüht. Aber wir sehen zumindest erste Anzeichen einer Stabilisierung an den Börsen", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Zeichen einer leichten Beruhigung an den weltweiten Aktienmärkten ist der jüngste leichte Rückgang der auch „Angstbarometer" genannten Volatilitätsindizes.

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Weiterhin bleibt jedoch die Ausbreitung des Coronavirus und die enormen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bestimmendes Thema an den Märkten. Daher ist für Analysten entscheidend, wie nachhaltig sich die aktuellen Kursaufschläge halten können.

12 Prozent Plus für Airbus

Mit Blick auf die Einzelwerte zog sich die Stabilisierungsbewegung quer durch alle Branchen. An der Spitze des Leitindex für die Eurozone tendierten zuletzt die Papiere des Gesundheitskonzerns Fresenius, die sich um 12,26 Prozent verteuerten. Dahinter folgten die zuletzt massiv belasteten Titel des Luftfahrtkonzerns Airbus. Der Kurs des Flugzeugbauers ging um 12,12 Prozent nach oben. Davon profitierten auch die Aktien des französischen Triebwerkzulieferer Safran, die um 11,17 Prozent anzogen und damit zu den Topwerten des Währungsraums gehörten.

Im vorbörslichen Handel sorgte am Morgen die Osram-Aktie mit einer Rally von 28 Prozent für Aufsehen. Der österreichische Sensorhersteller AMS AG hat trotz des Kursverfalls seiner Aktien die Pläne für den Kauf des deutschen Lichtkonzerns bekräftigt. An der Börse war zuletzt auf ein Scheitern des Deals spekuliert worden, nun dürfte sich Erleichterung breitmachen.

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(APA)