Schnellauswahl
"Artikel von höchster Priorität"

Amazon schränkt nun auch Auswahl in Italien und Frankreich ein

Die Einschränkungen gelten nur für Produkte, die von Amazon direkt verschickt werden.REUTERS
  • Drucken

Um zu ermöglichen, dass Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand halten können, wird in den USA, Großbritannien und jetzt auch Frankreich und Italien das Produktsortiment vorerst eingeschränkt.

"Wir werden vorübergehend in unseren Auftragszentren Haushaltswaren, medizinische Versorgung und andere stark gefragte Produkte priorisieren, um diese schneller erhalten, nachfüllen und versenden zu können“, hieß es vor wenigen Tagen von einem Pressesprecher Amazons über die Verfügbarkeit von Waren in den USA. In Großbritannien wurden die Produkte bereits eingeschränkt. Selbes erfahren jetzt auch italienische und französische Amazon-Kunden. Einige Bestellungen für Produkte, die in der Online-Riese als nicht wichtig für das tägliche Leben erachtet, werden nicht angenommen.

Das hänge auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand voneinander hielten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, erklärte ein Sprecher des Online-Händlers am Sonntag. "Wir müssen unsere vorhandene Kapazität auf Artikel von höchster Priorität fokussieren."

Deswegen könnten auf den französischen und italienischen Websites von Amazon vorläufig "einige Artikel mit geringerer Priorität" nicht mehr bestellt werden. Bei Händlern, die ihre Waren über die Amazon-Plattform verkaufen, aber den Versand in Eigenregie übernehmen, gelte die Einschränkung nicht.

Amazon hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, in seinen Logistikzentren die Bestände von medizinischen Artikeln und Waren des täglichen Bedarfs mit Vorrang aufzustocken, während Lieferungen anderer Produktkategorien länger vor den Toren warten könnten.

100.000 neue Arbeitsplätze in den USA

Amazon will rund um die Coronaviruskrise ordentlich aufstocken. Mehr als 100.000 neue Stellen sollen besetzt werden. Um schneller Arbeitskräfte zu finden, sollen sogar die Stundenlöhne aufgestockt werden.

Für österreichische und deutsche Kunden gibt es aktuell keine Beschränkungen. Prime-Kunden (das Abo-Modell Amazons) werden lediglich darauf hingewiesen, dass Lieferungen etwas länger als normal dauern könnten. Vor allem Bücher seien davon betroffen.

(bagre)