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Iran

„Hier weiß man sowieso nicht, was morgen passiert“

Zwischen endlosen Wüsten und gewaltigen Gebirgszügen: Ski-Abenteurer Fabian Lentsch im iranischen Hochland.
Zwischen endlosen Wüsten und gewaltigen Gebirgszügen: Ski-Abenteurer Fabian Lentsch im iranischen Hochland.(c) Marco Freudenreich
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Der Tiroler Freeride-Profi Fabian Lentsch über die Lage im Hotspot der Coronapandemie und iranisches Après-Ski.

Barz Shovar/Wien. Fabian Lentsch hat seinen Truck oberhalb der Ortschaft Barz Shovar geparkt. Hier, im Zāgros-Gebirge im Südwesten des Iran, gut 700 Kilometer südlich von Teheran, ist die Landschaft grün, der Khersan-Fluss schlängelt sich durchs Tal, die Frauen tragen bunte Kleider. Mit dem umgebauten Feuerwehrauto, Baujahr 1986, inklusive 14-Quadratmeter-Wohneinheit, war der Tiroler schon in der Türkei, Georgien, Armenien oder Griechenland unterwegs. Immer auch auf der Suche nach dem perfekten Tiefschnee. Seit vier Monaten reist Lentsch durch den Iran, jenes Land, das in der Coronapandemie zuletzt neben Italien für Horrormeldungen gesorgt hat.

Der 26-Jährige war einer der besten Freeride-Profis der Welt, ehe er am Höhepunkt seiner Karriere dem Wettkampf den Rücken kehrte und sich für ein Leben als Ski-Abenteurer und Weltenbummler entschied. Auf dem Weg nach Kirgisistan durchquerte er vor Jahren schon den Iran, seither ist er fasziniert vom Hochland, den Wüstenlandschaften und den gewaltigen Gebirgszügen. Lentsch kam immer wieder zurück, er lernte Farsi. Und während er als Freeride-Profi um die Welt jettete und dabei von Land und Leuten nur wenig mitbekam, wollte er sich nun länger auf ein Land einlassen.