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Coronavirus

Reiche Russen horten Beatmungsgeräte

Eine Frau mit Gesichtsmaske kommt im Infektionskrankenhaus Kommunarka an, wo Covid-19-Patienten behandelt werden(c) REUTERS (TATYANA MAKEYEVA)
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Reiche trauen dem russischen Gesundheitssystem nicht. Die Behörden dagegen wollen in der Coronavirus-Krise ihr Krisenmanagement unter Beweis stellen: Am Rande Moskaus ensteht ein Mega-Spital. Und Russland schickt Hilfsmaterial nach Italien.

Reiche Russen haben vorgesorgt: Sie leben in Luxus-Anwesen am Rande Moskaus, besitzen Feriendomizile und Bankkonten im Ausland. Doch in der Coronavirus-Krise treibt auch sie die Sorge um ihre Gesundheit um. In ihren Häusern bunkern Begüterte dieser Tage nicht nur Lebensmittel, Desinfektionsflüssigkeit und Gesichtsmasken. Auch Beatmungsgeräte für den Notfall werden gehortet, wie das englischsprachige Internetmedium „The Moscow Times“ recherchiert hat. „Wir haben es bisher geschafft, ein Beatmungsgerät zu bekommen“, sagt ein Gesprächspartner. „Wir hätten gern noch zwei weitere.“ Der Preis pro Gerät beträgt umgerechnet knapp 21.000 Euro.