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Aufseher drängen Banken zum Dividenden-Verzicht

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Die größte Bank der Eurozone lässt eine Zwischendividende ausfallen, weil es besser ist, die Mittel zu nutzten, um Menschen und Unternehmen in Not zu helfen.

Immer mehr Behörden und Politiker drängen Banken wegen der Coronakrise zum Verzicht auf eine Gewinnausschüttung. Die schwedische Finanzaufsicht empfahl am Dienstag allen von ihr beaufsichtigten Banken und Kreditfinanzierern, ihren Aktionären auf den Hauptversammlungen eine Streichung der Dividende vorzuschlagen.

"Ziel ist es, sicherzustellen, dass diese Unternehmen weiterhin eine gute Widerstandsfähigkeit gegen mögliche zukünftige Kreditverluste haben und weiterhin Darlehen ausreichen können." Der schwedische Finanzmarktminister Per Bolund sagte, bisher seien die Geldhäuser von den Problemen der Unternehmen aber noch nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. "Die Banken sind finanziell immer noch stabil", sagte er. Der französische Finanzminister Bruno LeMaire ging am Dienstag noch einen Schritt weiter und riet allen Firmen, mit Dividendenzahlungen vorsichtig zu sein.

Die spanische Großbank Santander hatte am Montag angekündigt, die geplante Zwischendividende ausfallen zu lassen. Die Mittel sollten genutzt werden, um Menschen und Unternehmen in Not zu helfen, begründete die größte Bank der Eurozone den Schritt.

In Deutschland hatte Commerzbank-Finanzchefin Bettina Orlopp noch vergangene Woche bei einer Branchenkonferenz erklärt, die Bank halte an der geplanten Dividendenzahlung von 15 Cent je Aktie für 2019 fest. Dabei ließ sie aber ein Hintertürchen offen und verwies darauf, dass letztendlich die Aktionäre auf der Hauptversammlung über die Gewinnausschüttung entscheiden. Die Deutsche Bank hatte wegen der Kosten des Konzernumbaus bereits im Juli angekündigt, für 2019 und 2020 keine Dividende zu zahlen.

(APA/Reuters)