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Für Zeiten wie diese

Wie ich als Kind den Zauber der Worte entdeckte

Meine Kindheit war durchzogen von Wörtern, unter denen ich mir nichts vorstellen konnte.
Meine Kindheit war durchzogen von Wörtern, unter denen ich mir nichts vorstellen konnte.(c) imago images / Westend61 (Larissa Veronesi)
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Tote Kulis und ein schwer übersetzbares „Sir“: Das Lesen hat mir zeitlebens Rätsel aufgegeben, von Karl May bis Karl Marx.

Mehr Zeit für Bücher hat man jetzt. Doch seltsam: Das Lesen, weil man sonst wenig tun kann, macht keine rechte Freude. Die neue Karl-Kraus-Biografie von Jens Malte Fischer ist gut, aber die Gedanken schweifen ab. Wie hat es begonnen, das Lesen? Sieben Jahre war ich. Vor mir stand ein alter Mann. „Da musst du hineinreden!“ Er zeigte auf ein Kästchen vor seinem Bauch. „Da hinein!“ Ein dünner Draht führte nach oben zu einem zweiten Kästchen. Das hielt er ans Ohr. Er war schwerhörig. Ein Kriegsschaden. Jetzt verwaltete er die kleine Gemeindebibliothek. „Kann ich ein Buch ausleihen?“, stammelte ich. „Lauter! Was denn?“ „Haben Sie Karl May, bitte?“ Er hatte.

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