Am Anfang freut man sich: Der Stand in Negombo ist menschenleer.
Reportage

Unsere Flucht aus dem Paradies

Die Idee klang gut: Mit zwei Kleinkindern im Gepäck wollten wir den Winter auf Sri Lanka ausklingen lassen. Doch die Pandemie macht auch vor der idyllischsten Insel nicht halt. Die Rückkehr nach Österreich wurde zum Glücksspiel.

Colombo/Wien. Als Sebastian Kurz und Rudi Anschober den Österreichern Anfang März erstmals vor laufenden Kameras erklären, dass sie ihr Leben wegen des Coronavirus drastisch einschränken müssen, bin ich mit meiner Frau und meinen beiden Kindern gerade auf dem Weg zum Flughafen. Drei Wochen Sri Lanka, ein letztes Mal noch dem Winter entfliehen, bevor für den Fünfjährigen die Schule beginnt. Vor uns liegen Sonne, Meer, idyllische Teeplantagen und jede Menge Elefanten. Dass daheim Schulen schließen, Lokale gesperrt werden und Menschen nicht mehr ins Büro gehen sollen, um die Seuche einzudämmen, erfahren wir erst nach unserer Ankunft in Colombo. Damit beginnt ein surrealer Trip zwischen Inselparadies und Pandemie.